Test
Profound AI Test 2026: Preise, Funktionen & Alternativen
Profound ist eine Plattform für KI-Sichtbarkeit, die verfolgt, wie oft Marken in Antworten von ChatGPT, Perplexity, Claude und Gemini auftauchen. Das Tool lohnt sich vor allem für skalierende Tech-Unternehmen und Enterprise-Marketingteams mit mehreren Marken. Solo-Selbstständige und Teams mit knappem Budget sollten zuerst günstigere Optionen wie Otterly.ai prüfen, da echte Mehrplattform-Abdeckung nur über den individuell bepreisten Enterprise-Tarif läuft.
- Answer Engine Insights zeigt im Wortlaut, wie ChatGPT, Perplexity, Gemini und Claude die eigene Marke beschreiben
- Agent Analytics erklärt technische Gründe, warum eine Seite in KI-Antworten nicht auftaucht
- Aim bündelt wöchentlich die Aufgaben mit dem größten Hebel aus allen vier Modulen
- Enterprise-Preis wird ausschließlich im Vertriebsgespräch festgelegt, keine öffentliche Preisliste
- Trial deckt nur drei Antwortmaschinen für 7 Tage ab, echte Mehrplattform-Abdeckung fehlt
- Abrechnung erfolgt ausschließlich in US-Dollar, kein automatisches EUR-Billing
- Passt zu
- Skalierende Tech-Unternehmen und Enterprise-Marketingteams mit mehreren Marken oder Ländergesellschaften
- Passt nicht zu
- Solo-Unternehmer und kleine Budgets, die keine Mehrplattform-Abdeckung brauchen
- Trial
- Kostenlos, 7 Tage, 3 Antwortmaschinen, 50 Prompts pro Tag
- Enterprise
- Individueller Preis, bis zu 9 Antwortmaschinen, nur per Vertriebsgespräch
Stand: September 2026
Was ist Profound?
Profound ist eine Plattform für KI-Sichtbarkeit, die verfolgt, wie oft und in welchem Ton Marken in den Antworten von ChatGPT, Perplexity, Claude, Gemini und weiteren KI-Suchsystemen auftauchen. Statt klassischer Rankings misst das Tool, ob ein Assistent deine Marke überhaupt nennt, wenn jemand eine passende Frage stellt, und wie er sie dabei beschreibt.
Damit unterscheidet sich Profound grundlegend von klassischer SEO-Software, die weiterhin blaue Links und Positionen in der Google-Suche zählt. Antwortmaschinen wie ChatGPT beantworten Fragen inzwischen direkt, ohne dass Nutzer überhaupt eine Website besuchen, und genau diese Lücke deckt Profound mit seiner Beobachtung der Marke in KI-Antworten ab. Für deutschsprachige Marketingteams, die bisher fast ausschließlich auf Google-Sichtbarkeit geachtet haben, ist das ein neuer Blickwinkel: Ein Nutzer kann eine Empfehlung für dein Produkt lesen, ohne dass diese Empfehlung jemals in einem Suchergebnis oder auf deiner eigenen Website aufgetaucht ist.
Gegründet wurde das Unternehmen 2024. Bereits 2025 führte Sequoia Capital eine Series-B-Runde über 35 Millionen Dollar an, gemeinsam mit unter anderem Kleiner Perkins und Khosla Ventures als weiteren Investoren. Zu den genannten Kunden zählen Ramp, U.S. Bank, Indeed, MongoDB, Docusign und Chime, eine bemerkenswerte Kundenliste für ein zwei Jahre altes Startup und ein Hinweis darauf, dass größere Marketingorganisationen das Thema bereits ernst nehmen.
Was Profound konkret leistet, sorgt selbst in Fachkreisen für Verwirrung. In Diskussionsforen wie Reddit haben Nutzer, die zuerst von der Finanzierungsrunde erfuhren, offen gefragt, was das Produkt eigentlich misst und wie man Erwähnungen in KI-Antworten überhaupt zuverlässig zählen kann. Für deutschsprachige Marketingteams, die noch überlegen, ob sich ein eigenes Budget für KI-Sichtbarkeit lohnt, zahlt sich deshalb ein nüchterner Blick auf Funktionen, Preise und Zielgruppe aus, bevor man sich für oder gegen das Tool entscheidet.
In der Praxis taucht Profound in deutschen Marketingteams meist dann zum ersten Mal auf, wenn ein Kollege in ChatGPT nach der eigenen Branche fragt und die eigene Marke entweder gar nicht oder falsch beschrieben zurückbekommt. Bis dahin lief das Reporting fast überall entlang klassischer SEO-Kennzahlen wie Rankings, Sichtbarkeitsindex und organischem Traffic, während die Frage, was ein KI-Assistent über die eigene Marke erzählt, schlicht nicht systematisch beobachtet wurde. Profound schließt genau diese Lücke, ohne dabei klassisches SEO-Tooling zu ersetzen.
Profound Funktionen im Überblick
Profound bündelt seine Funktionen in fünf benannten Modulen statt in einem einzigen Dashboard, und genau diese Modulstruktur bildet das Rückgrat des Produkts. Wer versteht, was jedes Modul leistet, erkennt schnell, ob das Tool zur eigenen Marketingorganisation passt, oder ob man für die eigenen Ziele eigentlich nur einen Bruchteil des Funktionsumfangs braucht.
- Prompt Volumes zeigt, welche Fragen Menschen in deiner Kategorie an KI-Tools stellen, sodass du die Nachfrage siehst, bevor du dich auf ein Thema festlegst. Das Modul funktioniert damit ähnlich wie eine klassische Keyword-Recherche, nur bezogen auf Prompts statt auf Suchbegriffe.
- Answer Engine Insights beobachtet, wie ChatGPT, Perplexity, Gemini und Claude deine Marke und deine Wettbewerber im Wortlaut beschreiben. Gerade der Vergleich zur Konkurrenz ist hier interessant, weil er offenlegt, ob ein Assistent deine Marke überhaupt als gleichwertige Option nennt oder komplett übergeht.
- Hinter dem Namen Agents verbergen sich automatisierte Marketing-Agenten für einzelne Aufgaben. Einer davon erstellt zum Beispiel AEO-optimierten FAQ-Content für Landingpages, ein anderer übernimmt wiederkehrende Reporting-Aufgaben, die sonst manuell erledigt werden müssten.
- Wer wissen will, warum eine Seite in KI-Antworten nicht auftaucht, findet mit Agent Analytics eine Antwort, denn das Modul zeigt, wie KI-Crawler eine Website lesen und interpretieren. Das ist besonders dann hilfreich, wenn eine eigentlich starke Seite in Suchmaschinen gut rankt, in KI-Antworten aber trotzdem ignoriert wird.
- Aim markiert wöchentlich die Aufgaben mit dem größten Hebel und funktioniert damit eher als Priorisierungsschicht über den anderen vier Modulen denn als eigenständiges Werkzeug. Für Teams, die täglich mit vielen Datenpunkten arbeiten, nimmt Aim damit einen Teil der Entscheidung ab, womit man in der jeweiligen Woche überhaupt anfangen sollte.
Wie viele Plattformen tatsächlich überwacht werden, hängt vom gebuchten Tarif ab. Die kostenlose Trial-Version deckt drei Antwortmaschinen ab: ChatGPT, Gemini und Google AI Overviews. Enterprise weitet das auf neun Antwortmaschinen aus: ChatGPT, Perplexity, Google AI Mode, Gemini, Microsoft Copilot, DeepSeek, Claude, Google AI Overviews und Exa Search. Eine Marke, der die drei Trial-Plattformen genügen, braucht folglich nicht denselben Tarif wie ein Unternehmen, das jede relevante KI-Antwortmaschine gleichzeitig im Blick behalten will.
Für die tägliche Arbeit macht dieser Unterschied viel aus. Ein Team, das nur die eigenen ChatGPT-Erwähnungen prüfen möchte, kommt mit dem kleineren Funktionsumfang aus, während ein Unternehmen mit Präsenz auf mehreren Kanälen ohne die breitere Abdeckung schlicht blind für einen Teil seiner KI-Sichtbarkeit bleibt. Gerade weil Nutzer in Deutschland zunehmend auch Perplexity oder Copilot statt nur ChatGPT nutzen, lohnt sich vor dem Kauf ein ehrlicher Blick darauf, welche Antwortmaschinen für die eigene Zielgruppe tatsächlich relevant sind.
Manuell lässt sich diese Art von Monitoring kaum sauber abbilden. Jemand müsste dieselben Prompts regelmäßig in mehreren Assistenten von Hand eingeben, die Antworten protokollieren und über Zeit vergleichen, und selbst dann fehlt der direkte Blick auf die Konkurrenz oder auf die technischen Gründe, warum eine Seite nicht zitiert wird. Genau diesen manuellen Aufwand ersetzt die Kombination aus den fünf Modulen, und deshalb ergibt eine Bewertung der Funktionen erst zusammen mit dem Preis wirklich Sinn.
Im Arbeitsalltag greifen die Module zudem ineinander: Prompt Volumes liefert die Themen, Answer Engine Insights zeigt, wie die eigene Marke bei diesen Themen aktuell dasteht, Agent Analytics erklärt technische Lücken auf der eigenen Website, und Aim bündelt daraus am Ende der Woche eine überschaubare Liste an Aufgaben. Wer alle vier Module isoliert betrachtet, unterschätzt leicht, wie viel von Profounds Wert erst aus diesem Zusammenspiel entsteht.
Für ein Content-Team bedeutet das konkret: Statt jede Woche von Neuem zu raten, welches Thema als Nächstes bearbeitet werden soll, liefert Prompt Volumes eine nachvollziehbare Grundlage, und Aim übersetzt diese Grundlage in eine kurze, priorisierte Aufgabenliste. Damit verschiebt sich ein Teil der klassischen Redaktionsplanung von der Bauchentscheidung hin zu einer datengestützten Auswahl, was besonders für Teams mit begrenzter Redaktionskapazität einen echten Unterschied machen kann. Welche Kombination aus Modulen und Plattformabdeckung sich lohnt, hängt eng mit dem Preis zusammen, den der nächste Abschnitt aufschlüsselt.
Gliederung, Titel, Einleitung, Fazit, FAQ, Rewriter und Summarizer, jeweils auf eigener Seite. (englischsprachiges Tool)
Was kostet Profound?
Profound bietet inzwischen nur noch zwei Tarife an: eine kostenlose Trial-Version für 7 Tage, die drei Antwortmaschinen abdeckt, und Enterprise, das individuell mit dem Vertrieb verhandelt wird. Alle Angaben gelten Stand 2026 und können sich, wie bei jeder SaaS-Preisliste, künftig ändern, weshalb sich vor einer Kaufentscheidung immer ein Blick auf die aktuelle Preisseite des Anbieters lohnt.
Die Trial-Version läuft 7 Tage kostenlos und umfasst 50 verfolgte Prompts pro Tag, drei Antwortmaschinen und begrenzte AI-Marketer-Credits, dafür aber unbegrenzte Sitzplätze. In der Praxis reicht das für einen ersten Eindruck, stößt aber schnell an Grenzen, sobald mehrere Themenfelder gleichzeitig beobachtet werden sollen. Enterprise ergänzt individuell zugeschnittenes Prompt-Tracking, bis zu neun Antwortmaschinen, Multi-Company-Tracking, SSO/SAML, SOC2-Konformität und einen festen Ansprechpartner mit 24-Stunden-SLA, dazu ebenfalls unbegrenzte Sitzplätze, wird aber ausschließlich über ein Vertriebsgespräch festgelegt und richtet sich klar an größere Organisationen mit entsprechenden Compliance-Anforderungen.
Eine feste Kosten-je-Engine-Rechnung lässt sich für Profound inzwischen nicht mehr aufstellen, da die Trial-Version kostenlos ist und Enterprise individuell verhandelt wird. Der Preis bei Enterprise hängt vor allem von der Anzahl der Marken und Nutzer ab, nicht von einem festen Betrag pro Antwortmaschine.
Wichtig ist außerdem, was in keinem Tarif enthalten ist: Eine automatische EUR-Abrechnung gibt es nicht, Profound stellt ausschließlich in US-Dollar in Rechnung, unabhängig vom Standort des Kunden. Für ein deutsches Unternehmen bedeutet das ein gewisses Wechselkursrisiko bei der Jahresplanung, das bei einem rein europäischen Anbieter in dieser Form nicht anfallen würde.
Wer von der Trial-Version zu Enterprise wechseln will, sollte das direkt mit dem Vertrieb klären: Der Wechsel auf den Enterprise-Tarif erfolgt über ein individuelles Vertragsgespräch, nicht über ein Selfservice-Upgrade. Vor dem Abschluss lohnt sich deshalb eine realistische Einschätzung, wie viele Prompts und Antwortmaschinen im laufenden Jahr tatsächlich gebraucht werden, statt nur den aktuellen Bedarf zu betrachten.
| Plan | Preis | Abgedeckte Antwortmaschinen | Sitzplätze | Kostenlose Testphase |
|---|---|---|---|---|
| Trial | Kostenlos | 3 | Unbegrenzt | Ja, 7 Tage |
| Enterprise | Individuell | 9 | Unbegrenzt | Nein |
Trial
Wer Profound zunächst unverbindlich ausprobieren will, bekommt mit der Trial-Version 7 Tage lang kostenlosen Zugriff auf ChatGPT, Gemini und Google AI Overviews, inklusive 50 Prompts pro Tag und begrenzten AI-Marketer-Credits. Für einen ersten Eindruck reicht das gut aus, für eine dauerhafte, markenübergreifende Nutzung führt danach kein Weg an Enterprise vorbei.
Enterprise
Enterprise ist der Tarif für Teams, die KI-Suche als eigenen Marketingkanal ernst nehmen. Bis zu neun Antwortmaschinen und individuell zugeschnittenes Prompt-Tracking liefern einen deutlich breiteren Blick als die Trial-Version, dazu kommen SSO/SAML und SOC2-Konformität für größere Organisationen. Der Preis wird ausschließlich im Vertriebsgespräch festgelegt und ist auf der Website nicht öffentlich einsehbar.
Kostenlose Testphase
Die kostenlose Testphase ist bewusst begrenzt: 7 Tage Laufzeit, 50 Prompts pro Tag, drei Antwortmaschinen sowie jeweils nur eine Sprache und eine Region. Für einen schnellen Funktionstest reicht das aus, für eine vollständige Markenüberwachung über mehrere Sprachen oder Regionen hinweg ist die Trial-Version dagegen nicht ausgelegt.
Für wen eignet sich Profound (und wer sollte es meiden)?
Profound passt am besten zu wachsenden Tech-Unternehmen und Enterprise-Marketingteams, die KI-Sichtbarkeit bereits als festen Bestandteil ihres Reportings behandeln. Solo-Selbstständige und Teams mit knappem Budget sollten dagegen zuerst günstigere Optionen prüfen, denn echte Mehrplattform-Abdeckung gibt es nur noch über den individuell bepreisten Enterprise-Tarif, der sich per Vertriebsgespräch statt über eine öffentliche Preisliste ergibt, was für ein noch unklares Budgetfeld deutlich mehr Aufwand bedeutet als ein erster Testballon.
Wer sollte Profound nutzen
Skalierende Tech-Unternehmen und Enterprise-Marketingteams profitieren am meisten, vor allem wenn organische Suche im Unternehmen bereits als ernstzunehmender Kanal gilt und ein eigenes SEO-Team existiert. Teams, die KI-Sichtbarkeit gegenüber der Geschäftsführung neben klassischen SEO-Kennzahlen ausweisen müssen, finden in Answer Engine Insights und Agent Analytics genau die Module, die für diesen Zweck gebaut wurden. Auch Unternehmen mit mehreren Marken oder Ländergesellschaften profitieren von der Enterprise-Stufe, weil sich dort mehrere Marken parallel in einem einzigen Vertrag abbilden lassen.
Ein weiteres typisches Einsatzfeld sind B2B-SaaS-Anbieter, deren Kaufinteressenten Produkte inzwischen häufig zuerst über einen KI-Assistenten statt über eine klassische Google-Suche vergleichen. Für solche Unternehmen ist eine falsche oder veraltete Beschreibung der eigenen Marke in ChatGPT nicht nur ein Reputationsproblem, sondern ein direkter Umsatzhebel, und genau dort liefert Profound mit Answer Engine Insights eine belastbare Grundlage für Korrekturen.
Wer sollte es meiden
Solo-Unternehmer und kleine Budgets sollten sich zuerst woanders umsehen. Die kostenlose Trial-Version deckt nur drei Plattformen für 7 Tage ab, und echte Mehrplattform-Abdeckung mit bis zu neun Antwortmaschinen gibt es erst über den individuell verhandelten Enterprise-Tarif, ein spürbarer Sprung für ein Team, das noch gar nicht entschieden hat, ob KI-Sichtbarkeit eine eigene Budgetzeile verdient. Wer außerdem bereits ein SEO-Tool mit integrierter KI-Sichtbarkeit nutzt, etwa im Rahmen eines bestehenden Semrush-Abos, sollte zuerst prüfen, ob diese Funktion nicht schon vorhanden ist, bevor ein weiteres Tool dazukommt.
Auch kleinere Content-Agenturen, die für einen einzelnen Kunden nur gelegentlich einen Blick auf die KI-Sichtbarkeit werfen wollen, sind mit Profound eher falsch beraten, weil sich der volle Funktionsumfang erst bei kontinuierlicher, markenübergreifender Nutzung wirklich auszahlt. Für einen einmaligen Check oder ein kleines Projekt ist der Aufwand, ein neues Tool samt Vertrag einzuführen, in den meisten Fällen schlicht nicht verhältnismäßig.
Ein hilfreicher Test vor dem Kauf: Lässt sich der Nutzen von Profound heute schon in einer einzigen Zahl gegenüber der Geschäftsführung begründen, etwa als Teil eines bestehenden Marketing-Reportings, spricht das für die Anschaffung. Fehlt dieser Bezugspunkt noch komplett und würde KI-Sichtbarkeit vorerst nur "aus Interesse" beobachtet, ist ein günstigeres Einstiegstool oder sogar ein manueller Test mit ein paar Prompts der ehrlichere erste Schritt.
> Kurz gesagt: Profound lohnt sich für Teams mit Enterprise-Budget und mehreren Marken. Für ein einzelnes kleines Unternehmen mit knappem Budget ist ein günstigeres Tool meist der bessere Einstieg.
Profound Alternativen
Otterly.ai ist mit 29 Dollar im Monat die günstigste bezahlte Alternative zu Profound, während Semrush beim Einstiegspreis von 99 Dollar zwar teurer ist als Profounds kostenlose Trial-Version, dabei aber von Haus aus mehr Plattformen abdeckt als diese. Wer eine der folgenden vier Optionen prüft, sollte vor allem auf Preis, abgedeckte KI-Modelle und die eigene Teamgröße achten, denn die vier Tools unterscheiden sich deutlich in ihrer Zielgruppe.
| Tool | Startpreis | Abgedeckte KI-Modelle | Am besten für |
|---|---|---|---|
| Profound | Kostenlos (Trial) | 3 im Trial, 9 im Enterprise-Tarif | Skalierende Tech-Unternehmen |
| Semrush | $99/Monat | 7+: ChatGPT, Gemini, Claude, Grok, Perplexity, DeepSeek, Google AI Overviews | Enterprise, bestehende Semrush-Nutzer |
| Scrunch AI | $300/Monat | ChatGPT, Claude, Gemini, Perplexity, Google AI Mode, AI Overviews, Meta | Content-getriebene Teams |
| Otterly.ai | $29/Monat | ChatGPT, Perplexity, Gemini | Kleine Teams mit begrenztem Budget |
| AthenaHQ | Kostenlos / $295/Monat | Bis zu 9 KI-Modelle in bezahlten Tarifen | SEO-Agenturen mit unbegrenzten Sitzplätzen |
Semrush ist die naheliegende Wahl, wenn im Unternehmen bereits ein Semrush-Abo für klassisches SEO läuft, weil sich beide Datensätze in einem Tool zusammenführen lassen, statt zwei separate Dashboards pflegen zu müssen. Otterly.ai gewinnt beim Budget, sofern die Agents-Automatisierung von Profound für die eigene Arbeit verzichtbar ist und reines Monitoring ausreicht. AthenaHQ wiederum punktet bei Agenturen, die mehrere Kundenmarken mit unbegrenzten Sitzplätzen verwalten wollen, ohne für jede zusätzliche Person im Team extra zu zahlen, während Scrunch AI sich an Teams richtet, deren Arbeit stark auf redaktionellen Content statt auf reinem Tracking beruht und die Inhalte direkt aus den Tool-Erkenntnissen ableiten wollen.
Keine dieser vier Alternativen deckt exakt denselben Funktionsumfang ab wie Profound, insbesondere die Agents-Automatisierung bleibt bei den meisten Wettbewerbern deutlich schmaler. Wer also weniger für reines Monitoring ausgeben, aber trotzdem nicht auf jede Automatisierung verzichten will, sollte die eigene Prioritätenliste vor der Tool-Wahl einmal ausführlich durchgehen.
Für die Entscheidung hilft eine einfache Reihenfolge: Zuerst das Budget festlegen, dann die tatsächlich relevanten Antwortmaschinen für die eigene Zielgruppe bestimmen, und erst danach prüfen, welches Tool diese Kombination am günstigsten abdeckt. Ein Team mit knappem Budget und Fokus auf ChatGPT landet auf diesem Weg fast automatisch bei Otterly.ai, während ein Unternehmen mit bestehender Semrush-Lizenz und breiterem Plattformbedarf eher bei Semrush oder direkt beim Enterprise-Tarif von Profound landet. Erst wenn Automatisierung und mehrere Marken gleichzeitig eine Rolle spielen, wird der Aufpreis für Profound oder AthenaHQ wirklich nachvollziehbar.
Gründer und Finanzierung
James Cadwallader und Dylan Babbs haben Profound gegründet, und das Unternehmen ist inzwischen auf insgesamt 58,5 Millionen Dollar an Finanzierung gekommen. Den größten Teil davon bildet die Series B über 35 Millionen Dollar, die Sequoia Capital 2025 anführte, mit Beteiligung von Kleiner Perkins, Khosla Ventures, Saga VC und South Park Commons. G2 kürte Profound in seinem allerersten Bericht zur Kategorie Answer Engine Optimization zum Leader, im Winter-2026-Report, und die Plattform verzeichnet mittlerweile über 140 verifizierte Kundenbewertungen, ein für ein so junges Unternehmen ungewöhnlich hoher Wert.
Finanzierung und Auszeichnungen sind ein brauchbares Vertrauenssignal für einen jungen Anbieter, besonders wenn ein neues Tool intern gegenüber Kollegen oder der Geschäftsführung begründet werden muss. Sie sagen allerdings wenig darüber aus, ob Profound tatsächlich zur eigenen Situation passt, denn ein gut finanziertes Startup kann trotzdem an der falschen Zielgruppe vorbeientwickeln. Dafür lohnt sich eher ein Blick auf die Preis- und Zielgruppenabschnitte weiter oben, die konkreter auf die eigene Entscheidung einzahlen als eine Finanzierungsrunde allein.
Bemerkenswert ist trotzdem, wie schnell sich die gesamte Kategorie der KI-Sichtbarkeits-Tools entwickelt hat: Ein 2024 gegründetes Unternehmen sammelt innerhalb weniger Jahre fast 60 Millionen Dollar ein und wird von G2 direkt in der ersten Ausgabe einer neuen Software-Kategorie als Marktführer geführt. Für Marketingteams, die AEO bisher als Randthema behandelt haben, ist das ein deutliches Signal, dass sich sowohl die Investoren- als auch die Kundenseite bereits auf einen wachsenden Markt einstellen.
Häufig gestellte Fragen
Wie viel kostet Profound?
Profound bietet nur noch zwei Tarife: eine kostenlose 7-tägige Trial-Version mit drei Antwortmaschinen und Enterprise, das individuell bepreist wird. Enterprise hängt vor allem von der Anzahl der Marken und Nutzer ab, Stand 2026.
Gibt es eine kostenlose Testphase bei Profound?
Ja, Profound bietet eine 7-tägige kostenlose Trial-Version mit 50 Prompts pro Tag und drei Antwortmaschinen. Enterprise bietet keine Selfservice-Testphase an, sondern wird ausschließlich über ein Vertriebsgespräch abgeschlossen. Wer unsicher ist, ob Profound passt, kann sich also direkt über die Trial-Version einen ersten Eindruck verschaffen.
Welche KI-Plattformen verfolgt Profound?
Das hängt vom gebuchten Tarif ab. Die Trial-Version deckt drei Antwortmaschinen ab: ChatGPT, Gemini und Google AI Overviews. Enterprise deckt bis zu neun ab, darunter ChatGPT, Perplexity, Google AI Mode, Gemini, Microsoft Copilot, DeepSeek, Claude, Google AI Overviews und Exa Search. Welche Engines im Einzelfall konkret abgedeckt werden, sollte vor Vertragsabschluss direkt beim Anbieter bestätigt werden, da sich das Angebot weiterentwickeln kann.
Wer steht hinter Profound?
James Cadwallader und Dylan Babbs haben Profound 2024 gegründet. Das Unternehmen hat bislang 58,5 Millionen Dollar eingesammelt, darunter eine von Sequoia Capital angeführte Series B im Jahr 2025 mit Beteiligung von Kleiner Perkins und Khosla Ventures.
Lohnt sich Profound für kleine Teams?
Für einen ersten Test lohnt sich die kostenlose Trial-Version, für den Dauerbetrieb aber eher nicht als erstes Tool, denn echte Mehrplattform-Abdeckung gibt es nur über den individuell bepreisten Enterprise-Tarif. Otterly.ai ist der günstigere dauerhafte Einstieg, wenn das Budget der wichtigste Faktor ist und ein einzelner Kanal für den Anfang ausreicht, während sich Profound eher lohnt, sobald mehrere Marken oder Automatisierung gebraucht werden.