Was ist das Suchvolumen?
Das Suchvolumen zeigt an, wie oft ein Keyword durchschnittlich pro Monat bei Google eingegeben wird. Es handelt sich um einen Durchschnittswert der vergangenen 12 Monate, nicht um die aktuellen Suchanfragen des laufenden Monats.
Diese Unterscheidung klingt technisch, hat aber echte Konsequenzen für deine SEO-Planung. Siehst du im Keyword-Planer, dass „Kreditkarte beantragen“ ein Suchvolumen von 8.100 hat, bedeutet das nicht, dass genau 8.100 Menschen diesen Begriff letzte Woche gesucht haben. Es bedeutet: Der Durchschnitt der letzten zwölf Monate lag bei etwa 8.100 Suchanfragen pro Monat. Im Dezember könnten es 12.000 gewesen sein, im August nur 5.000.
Das 12-Monats-Fenster gleicht saisonale Schwankungen aus. Bei Keywords wie „Winterjacke kaufen“ hat das zwei Seiten: Der gemeldete Wert gibt dir ein realistisches Jahresmittel, verschleiert aber den Peak-Monat. Wer nur den Durchschnittswert liest, unterschätzt leicht, wie viel Traffic in der Hochsaison möglich wäre.
Zur Veranschaulichung: Das Keyword „suchvolumen“ hat in Deutschland rund 320 monatliche Suchanfragen. Dieser Wert besagt, dass über die vergangenen zwölf Monate im Schnitt 320 Suchanfragen pro Monat stattgefunden haben. Nicht dass exakt 320 Menschen heute danach suchen. Der tatsächliche Wert dieses Monats könnte 280 oder 390 betragen.
Suchvolumen ist kein Maß dafür, wie viel Traffic du tatsächlich bekommen wirst. Es zeigt die Obergrenze der Nachfrage, nicht die Klicks auf deine Seite. Ob du von diesen 320 Suchanfragen 30 oder 150 Besucher gewinnst, hängt von deiner Rankingposition, der Klickrate und den SERP-Features ab, die Google auf der Ergebnisseite anzeigt.
Trotzdem ist das Suchvolumen ein unverzichtbarer Ausgangspunkt. Ohne diesen Wert planst du Content blind. Mit ihm kannst du Keywords nach tatsächlicher Nachfrage sortieren, deine Ressourcen auf Themen mit realem Potenzial lenken und vermeiden, Inhalte zu produzieren, die niemand sucht.
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Wie ermittelst du das Suchvolumen? Tools im Vergleich
Das Suchvolumen lässt sich mit kostenlosen Tools wie dem Google Keyword Planer oder Google Trends schätzen. Wer präzisere Zahlen und Begleitmetriken braucht, greift zu kostenpflichtigen SEO-Plattformen wie Ahrefs, SEMrush oder SISTRIX.
Google Keyword Planer
Der Keyword Planer ist Googles eigenes Keyword-Recherche-Tool, kostenlos zugänglich mit einem Google-Ads-Konto. Er ist die einzige Datenquelle, die direkt aus Googles eigenem Suchdaten-Pool schöpft, was ihm eine besondere Rolle gibt.
Der Haken: Kostenlosen Accounts ohne aktive Kampagnen zeigt der Keyword Planer nur Volumenbereiche, keine genauen Zahlen. Statt „1.300 Suchanfragen“ siehst du dann „1.000 bis 10.000“. Wer aktiv Geld für Google Ads ausgibt, bekommt deutlich granularere Werte.
Für eine erste Orientierung bleibt der Keyword Planer trotzdem wertvoll. Die Bereiche helfen dabei, Größenordnungen einzuschätzen. „1.000 bis 10.000“ ist klar nachgefragter als „100 bis 1.000“. Für präzise SEO-Planung reichen Bereiche aber häufig nicht aus.
Google Trends
Google Trends zeigt kein absolutes Suchvolumen, sondern relative Popularität auf einer Skala von 0 bis 100. Der Wert 100 steht für den Zeitpunkt mit dem höchsten Interesse im gewählten Zeitraum, nicht für eine bestimmte Anzahl an Suchanfragen.
Was Google Trends besonders wertvoll macht: Du siehst den zeitlichen Verlauf der Nachfrage. „Steuererklärung“ zeigt jedes Jahr im April einen deutlichen Anstieg. „Weihnachtsgeschenke“ schnellt im November hoch und fällt danach steil ab. Diese Muster erkennst du im durchschnittlichen Jahresvolumen eines Keyword-Tools nicht.
Kombiniere Google Trends mit einem Volumen-Tool: Das Tool gibt dir die Größenordnung, Google Trends zeigt dir den richtigen Zeitpunkt für Veröffentlichung und Pflege deiner Inhalte.
Google Search Console
Die Google Search Console liefert echte Daten für deine eigene Website, keine Schätzungen. Du siehst, für welche Keywords deine Seiten tatsächlich Klicks und Impressionen erhalten, und kannst so die Qualität der Volumenschätzungen anderer Tools überprüfen.
Für generische Keyword-Recherche taugt die GSC nicht, da sie nur Keywords anzeigt, für die du bereits rankst. Als Kontrollinstanz ist sie aber unschlagbar: Wenn dein SEO-Tool für ein Keyword 500 monatliche Suchanfragen prognostiziert, du aber nur 20 Klicks aus Platz 1 bekommst, stimmt etwas mit dem Suchintent oder der Schätzung nicht.
Kostenpflichtige SEO-Tools (Ahrefs, SEMrush, SISTRIX)
Kostenpflichtige Tools liefern deutlich mehr als nur Suchvolumen. Ahrefs trennt explizit zwischen Suchvolumen und tatsächlichen Klicks, was dir zeigt, wie viele Suchanfragen überhaupt zu einem Klick führen. SEMrush kombiniert Volumen mit Keyword-Schwierigkeit, Suchintent und CPC in einer Ansicht. SISTRIX ist besonders stark für den deutschsprachigen Raum und erlaubt eine präzise Analyse nach Regionen.
Gegenüber kostenlosen Tools bekommst du genaue Zahlen statt Bereiche, kannst hunderte Keywords auf einmal analysieren und erhältst Begleitmetriken, die für strategische Entscheidungen unerlässlich sind.
| Tool | Kosten | Genauigkeit | Stärken | Schwächen |
|---|---|---|---|---|
| Google Keyword Planer | kostenlos | Bereiche (z.B. 1K-10K) | Direkt aus Google-Daten, Bid-Daten verfügbar | Nur Bereiche ohne aktive Kampagne, keine Begleitmetriken |
| Google Trends | kostenlos | Relativ (0-100) | Saisonalität sichtbar, Trendverläufe | Kein absolutes Volumen, keine Keyword-Schwierigkeit |
| Google Search Console | kostenlos | Exakt (nur eigene Daten) | Echte Traffic-Daten, kein Schätzwert | Nur für eigene Rankings, keine Konkurrenzanalyse |
| Ahrefs | ca. 108 $/Monat | Präzise Schätzung | Klicks vs. Volumen, starke KD-Daten | Kein kostenloser Volledition-Zugang |
| SEMrush | ca. 120 $/Monat | Präzise Schätzung | Größte Keywords-Datenbank, Intent-Erkennung | Preisintensiv für Einsteiger |
| SISTRIX | ab ca. 100 €/Monat | Präzise Schätzung | Starker DACH-Fokus, Sichtbarkeitsindex | Weniger globale Tiefe als Ahrefs/SEMrush |
Noch ein wichtiger Hinweis zur Interpretation: Verschiedene Tools zeigen für das gleiche Keyword oft unterschiedliche Werte. Ahrefs nennt für „Kreditkarte vergleichen“ vielleicht 2.400, SEMrush 3.100. Das ist normal. Kleine Abweichungen von 10 bis 20 Prozent sind statistisches Rauschen. Bei größeren Diskrepanzen lohnt sich ein dritter Blick in den Keyword Planer oder ein weiteres Tool, um den realistischeren Mittelwert zu finden.
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Was ist ein gutes Suchvolumen?
Es gibt keine universelle Schwelle, ab der ein Suchvolumen „gut“ ist. Was zählt, ist das Verhältnis aus Volumen, Keyword-Schwierigkeit (KD) und Suchintent im Kontext deiner eigenen Website.
Ein Keyword mit 100 monatlichen Suchanfragen und einem KD von 5 kann strategisch wertvoller sein als ein Keyword mit 5.000 Suchanfragen und einem KD von 80. Im ersten Fall hast du eine realistische Chance, auf Seite 1 zu landen. Im zweiten konkurrierst du gegen Domains mit jahrelanger Autorität und tausenden Backlinks, ohne eine entsprechende Ausgangslage zu haben.
Neue und kleine Websites sollten gezielt niedrigvolumige Keywords mit schwacher Konkurrenz ansteuern. Größere Domains mit hoher Autorität können es sich leisten, auf breitere Keywords mit höherem Volumen zu setzen. Kein Widerspruch dazu, nur eine andere Ausgangslage.
| Klasse | Monatliches Suchvolumen | Typisch für |
|---|---|---|
| Sehr niedrig | 0-50 | Hyperlokale, sehr spezifische Nischen-Keywords |
| Niedrig | 50-500 | Long-Tail-Keywords, spezifische Informationsanfragen |
| Mittel | 500-5.000 | Thematische Keywords, spezifische Produktkategorien |
| Hoch | 5.000-50.000 | Breite Themen-Keywords, populäre Produkte |
| Sehr hoch | über 50.000 | Head-Terms, generische Begriffe (oft sehr kompetitiv) |
Ein Keyword wie „günstige Kreditkarte ohne Jahresgebühr für Studenten“ hat vielleicht nur 80 monatliche Suchanfragen. Der Suchintent ist aber klar kommerziell, die Konkurrenz überschaubar, und ein Nutzer, der diesen Begriff eingibt, ist nahe an einer Entscheidung. Das lohnt sich oft mehr als ein generisches „Kreditkarte“ mit 60.000 Suchanfragen, wo Amazon, Stiftung Warentest und Vergleichsportale mit jahrelangen Backlink-Profilen dominieren.
Prüfe immer die Keyword-Schwierigkeit: Suchvolumen allein sagt dir nichts darüber, ob du eine realistische Chance auf ein gutes Ranking hast. Kombiniere daher Volumen stets mit dem KD-Wert deines Tools. Ein KD unter 20 gilt für die meisten neuen Seiten als erreichbar. Werte über 60 erfordern erhebliche Autorität.
Der Suchintent spielt dabei eine ebenso entscheidende Rolle. Ein informationelles Keyword wie „was ist ein Girokonto“ bringt dir kaum Conversions, selbst bei hohem Volumen. Ein transaktionales Keyword wie „Girokonto vergleichen“ mit niedrigerem Volumen kann deutlich wertvoller sein, wenn du ein Vergleichsportal betreibst.
Gut ist das Suchvolumen, das zu deiner Domain-Stärke passt, erreichbar ist und einen Intent adressiert, den deine Seite erfüllen kann.
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Wie genau ist das Suchvolumen wirklich?
Das Suchvolumen ist eine gerundete Schätzung, keine exakte Zahl. Google veröffentlicht keine präzisen Suchdaten für einzelne Keywords, weshalb alle Tools, einschließlich des Google Keyword Planers, mit Näherungswerten arbeiten.
Das hat drei praktische Konsequenzen:
1. Gerundete Suchvolumina
Google clustert Suchvolumina in etwa 80 vordefinierte Klassen. Statt eines kontinuierlichen Wertes siehst du immer einen Wert aus einem festen Raster: 320, 480, 720, 1.000, 1.300, 1.600, 2.400 und so weiter. Ein Keyword mit tatsächlich 390 Suchanfragen wird als „320“ oder „480“ ausgewiesen, je nachdem, in welchen Bucket Google es einordnet.
Wenn also Ahrefs für „Girokonto eröffnen“ den Wert 1.300 zeigt und SEMrush 1.600, haben beide vermutlich recht. Sie beschreiben denselben realen Wert aus verschiedenen Buckets. Ein signifikanter Unterschied zwischen den Tools ist manchmal kein Fehler, sondern eine Folge dieser Rundungslogik.
2. Keyword-Clustering
Google fasst verwandte Keyword-Varianten in einem gemeinsamen Volumen-Bucket zusammen. „Online Banking“ und „Online Banking Konto eröffnen“ können im Keyword Planer dasselbe gemeldete Volumen haben, weil Google sie als semantisch eng verwandt behandelt und die Suchanfragen zusammenführt.
Für die Praxis heißt das: Wenn zwei Keywords denselben Volumenwert haben und sich semantisch ähneln, adressieren sie wahrscheinlich dieselbe Nachfrage. Du brauchst dafür keine zwei separaten Seiten. Eine gut strukturierte Seite mit beiden Keywords reicht oft aus.
3. No-Click-Searches
Ein erheblicher Anteil aller Suchanfragen führt zu keinem Klick auf ein Suchergebnis. Google beantwortet die Frage direkt auf der Ergebnisseite, durch Featured Snippets, Knowledge Panels, AI Overviews oder andere SERP-Features. Wer „wie alt ist Barack Obama“ googelt, bekommt die Antwort direkt angezeigt und klickt auf kein Ergebnis.
Das Suchvolumen zeigt dir also, wie oft ein Begriff gesucht wird, nicht wie viel Traffic du bekommen kannst. Bei informativen Fragen ist der Anteil der No-Click-Searches besonders hoch. Für ein Keyword mit 1.000 monatlichen Suchanfragen könnte das reale Klickpotenzial nur 400 bis 600 betragen.
Behandle das Suchvolumen als Richtungssignal, nicht als genaue Traffic-Prognose. Es hilft dir dabei, Keywords nach relativer Bedeutung zu sortieren. Die konkreten Klickzahlen hängen von Rankingposition, CTR und SERP-Struktur ab.
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Saisonales und regionales Suchvolumen
Das Suchvolumen schwankt erheblich je nach Jahreszeit und Region. Wer das ignoriert, plant Content am falschen Zeitpunkt oder für das falsche Publikum.
Saisonale Keywords erkennen
Das 12-Monats-Durchschnittsvolumen glättet saisonale Ausschläge. „Winterjacke kaufen“ hat in Deutschland vielleicht ein gemeldetes Volumen von 8.000 pro Monat. Tatsächlich liegen die Suchanfragen im Oktober und November deutlich höher, vielleicht bei 20.000 oder mehr, während sie im Juni nahezu auf null fallen. Wer den Jahresdurchschnitt liest, ohne die saisonale Verteilung zu kennen, unterschätzt das Peak-Potenzial massiv.
Genauso verhält es sich mit „Steuererklärung online“: Dieses Keyword hat seinen klaren Jahreshöhepunkt im April, wenn die Abgabefrist naht. Wer einen Artikel dazu im August veröffentlicht, verpasst den Traffic-Peak, selbst wenn der Artikel technisch gut ist.
Google Trends ist das beste kostenlose Tool, um saisonale Muster zu erkennen. Gibt man „Winterjacke“ für die letzten fünf Jahre ein, sieht man das immer gleiche Muster: steiler Anstieg im September/Oktober, Peak im November, rapider Abfall danach. Das ist handlungsleitend. Content zu diesem Keyword sollte im Sommer fertiggestellt und veröffentlicht werden, damit er bei Eintritt des Peaks bereits indexiert und etabliert ist.
Eine flache Google-Trends-Linie signalisiert ein Evergreen-Keyword, das über das ganze Jahr gleichmäßig nachgefragt wird, zum Beispiel „Girokonto vergleichen“. Solche Keywords kannst du das ganze Jahr produzieren und pflegen.
Lokales vs. globales Suchvolumen
Die meisten Keyword-Tools zeigen standardmäßig globale Volumina, also die Summe aller Suchanfragen weltweit. Für eine deutsche Website interessiert dich aber das Volumen aus Deutschland, manchmal aus dem DACH-Raum, selten das globale Gesamtvolumen.
„Kochbox“ hat global vielleicht 40.000 monatliche Suchanfragen, wovon der Großteil auf Englisch aus den USA, Großbritannien oder Australien kommt. Das deutsche Volumen allein liegt deutlich darunter.
Kostenpflichtige Tools wie Ahrefs und SEMrush erlauben eine Filterung nach Land. SISTRIX ist sogar explizit auf den DACH-Markt ausgerichtet und liefert besonders verlässliche Daten für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Für lokale SEO, etwa für einen Anwalt in München oder ein Restaurant in Hamburg, ist außerdem der Unterschied zwischen nationalem und stadtspezifischem Volumen entscheidend.
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Suchvolumen richtig in der SEO-Strategie einsetzen
Das Suchvolumen ist ein wichtiger Filter, aber kein alleiniges Entscheidungskriterium. Wer Keywords nur nach Volumen auswählt, landet schnell bei unrealistischen Zielen oder investiert in Inhalte mit dem falschen Intent.
Die richtige Suchvolumen-Schwelle wählen
Die richtige Schwelle hängt von deiner Website ab. Eine neue Seite mit Domain Rating 15 hat keine realistische Chance auf ein Ranking für „Kreditkarte“, das von etablierten Vergleichsportalen, Banken und Medienmarken dominiert wird. Long-Tail-Keywords mit 50 bis 500 Suchanfragen sind hier der sinnvollere Einstieg.
Eine Domain mit hoher Autorität kann sich Mid-Range-Keywords zwischen 1.000 und 10.000 Suchanfragen als Cluster-Pages vornehmen und gleichzeitig breite Head-Terms als Pillar Pages aufbauen. Die Schwelle ist also keine feste Zahl, sondern ein Verhältnis aus Keyword-Schwierigkeit und deiner eigenen Domain-Stärke.
Suchvolumen und Suchintent kombinieren
Suchvolumen sagt dir, wie viele Menschen ein Keyword suchen. Der Suchintent sagt dir, was sie dabei erwarten. Beides muss zur Seite passen, die du erstellst.
Nehmen wir „Steuererklärung“: hohes Volumen, aber der Intent ist informationell. Wer dafür eine Verkaufsseite erstellt, wird nicht ranken, weil Google dort erklärende Inhalte präferiert. „Steuererklärung Software kaufen“ hat niedrigeres Volumen, aber klar transaktionalen Intent. Das ist das richtige Keyword für eine Produktseite.
Überprüfe die Suchergebnisse manuell, bevor du entscheidest: Welche Seiten stehen ganz oben? Sind das Ratgeber, Produktseiten oder Videos? Das zeigt dir, was Google für den jeweiligen Intent als relevant erachtet.
Keyword-Cluster nach Suchvolumen priorisieren
Ein strukturierter Ansatz für die Keyword-Priorisierung:
- Sammle alle relevanten Keywords zu einem Thema, inklusive Varianten und Long-Tails.
- Filtere nach erreichbarer Keyword-Schwierigkeit, passend zur Autorität deiner Domain.
- Gruppiere Keywords nach Suchintent. Informationelle, kommerzielle und transaktionale Keywords bekommen jeweils eigene Seiten.
- Ordne Seiten nach Volumen-Tier zu: High-Volume-Themen werden zu Pillar Pages, Mid-Range zu Cluster Pages, Low-Volume-Fragen zu Abschnitten innerhalb bestehender Seiten.
Behalte den CTR-Gap im Blick. Ein Ranking auf Platz 1 für ein Keyword mit 1.000 monatlichen Suchanfragen bringt dir möglicherweise nur 250 bis 300 Klicks, weil Google AI Overviews, Featured Snippets und Anzeigen einen erheblichen Teil des Traffics abfangen. Plane konservativ und orientiere dich an realistischen Klickraten aus deiner Google Search Console.
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Häufige Fehler bei der Suchvolumen-Analyse
- Suchvolumen als einziges Auswahlkriterium nutzen. Hohe Suchvolumina ziehen an, können aber täuschen. „Kreditkarte“ hat riesiges Volumen und ist für die meisten Seiten völlig unerreichbar. Wer Keyword-Schwierigkeit und Suchintent ignoriert, produziert Inhalte, die trotz Mühe nie auf Seite 1 gelangen. Volumen ist ein Faktor unter mehreren, kein Entscheidungskriterium allein.
- Saisonale Schwankungen ignorieren. Wer „Weihnachtsgeschenke für Männer“ als Content-Idee für Juli plant, sieht im Keyword-Tool ein attraktives Jahresvolumen. Was das Tool nicht direkt zeigt: 80 Prozent des Traffics fallen in die letzten sechs Wochen des Jahres. Der Artikel muss lange vor dem Peak fertig sein. Ohne Google-Trends-Check fällt dieser Fehler erst auf, wenn der Peak bereits vorbei ist.
- Suchintent nicht prüfen. Ein Keyword kann informationellen, kommerziellen, navigationalen oder transaktionalen Intent haben. Wer für „beste Kreditkarten 2025“ eine Produktseite aufbaut statt eines Vergleichsartikels, wird nicht ranken, egal wie gut der Text ist. Google bevorzugt das Format, das dem Intent entspricht. Diese Prüfung kostet keine Sekunde, spart aber Monate an verschwendeter Arbeit.
- Keyword-Varianten übersehen. Viele unterschätzen, dass Google semantisch nah verwandte Begriffe zusammenführt. „Online Konto eröffnen“ und „Online Banking Konto eröffnen“ können sich dasselbe Volumen teilen, weil Google sie als synonym behandelt. Wer für jede Variante eine eigene Seite erstellt, erzeugt Kannibalisierung, kein zusätzliches Ranking-Potenzial.
- Kein Unterschied zwischen globalem und lokalem Volumen. Ein Reinigungsunternehmen aus Köln interessiert sich nicht für das globale Suchvolumen von „Reinigungsfirma“. Relevant ist das Volumen in Köln und Umgebung. Wer globale oder nationale Zahlen als Planungsgrundlage für ein lokales Business nimmt, überschätzt das Potenzial erheblich. Immer nach Zielregion filtern und bei stark lokalem Geschäft auch Stadtname-Kombinationen prüfen.
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Häufige Fragen zum Suchvolumen (FAQ)
Was bedeutet Suchvolumen 0?
Ein Suchvolumen von 0 bedeutet, dass das Tool nicht genug Daten hat, um einen Schätzwert zu liefern. Das heißt nicht zwingend, dass niemand nach dem Begriff sucht. Sehr spezifische Long-Tail-Anfragen, neu entstandene Begriffe oder stark gesprächsorientierte Formulierungen haben oft kein messbares Volumen in klassischen Keyword-Tools, können aber dennoch relevante Suchanfragen generieren. Bevor du ein Keyword mit Volumen 0 ganz ausschließt, prüfe, ob es in Foren, bei Reddit oder in Google-Autocomplete-Vorschlägen auftaucht.
Wie oft wird das Suchvolumen aktualisiert?
Das gemeldete Suchvolumen in den meisten Tools aktualisiert sich, wenn sich das 12-Monats-Fenster weiterbewegt, also Monat für Monat. In der Praxis bedeutet das: Ein Sprung im Suchvolumen zwischen zwei Tool-Abfragen im Abstand von einem Monat kann entstehen, weil ein starker Monat aus dem vergangenen Jahr aus dem Berechnungsfenster fällt oder ein neuer besonders suchintensiver Monat hinzukommt. Tools wie Ahrefs und SEMrush aktualisieren ihre Daten unterschiedlich häufig, in der Regel monatlich.
Warum zeigt der Google Keyword Planer nur Bereiche an?
Google zeigt kostenlosen Accounts ohne aktive Kampagnen nur Volumenbereiche wie „1.000 bis 10.000“ statt exakter Zahlen. Das ist eine bewusste Einschränkung, um Werbetreibende zu motivieren, aktiv Kampagnen zu schalten. Wer regelmäßig Google Ads-Anzeigen ausspielt, bekommt deutlich granularere Werte. Alternativ helfen kostenpflichtige SEO-Tools wie Ahrefs oder SEMrush, die eigene Modelle zur Schätzung präziserer Volumenwerte nutzen.
Ist ein niedriges Suchvolumen immer schlecht für SEO?
Nein. Ein niedriges Suchvolumen ist kein Qualitätsmerkmal für ein schlechtes Keyword. Keywords mit 50 bis 500 monatlichen Suchanfragen sind für viele Seiten die attraktivste Kategorie: geringe Konkurrenz, klar definierter Suchintent, oft hohe Conversion-Wahrscheinlichkeit. Ein Nutzer, der „Girokonto ohne Schufa für Selbstständige eröffnen“ eingibt, ist deutlich kaufbereiter als jemand, der nur „Girokonto“ sucht. Für neue Websites sind Low-Volume-Keywords häufig der realistischste Weg zu ersten Rankings und ersten Conversions.
Kann ich dem Suchvolumen von Drittanbieter-Tools vertrauen?
Bedingt. Alle Suchvolumina außerhalb des Google Keyword Planers sind Schätzwerte, die auf Clickstream-Daten, Panel-Daten und Machine-Learning-Modellen basieren. Sie liefern gute Näherungswerte, können aber je nach Keyword und Markt stark vom tatsächlichen Wert abweichen. Bei sehr kleinen Volumina unter 100 ist die relative Ungenauigkeit besonders hoch. Nutze die Werte zur Priorisierung und Orientierung, plane aber keine konkreten Traffic-Zahlen auf Basis dieser Schätzwerte. Für deine eigene Website gibt die Google Search Console die einzigen wirklich verlässlichen Klickdaten.