Was ist eine Video-Sitemap? Der komplette Guide (2026)

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Written By Max Benz

Ein Onlineshop lädt ein neues Produktvideo hoch, ein Ratgeber-Blog veröffentlicht ein Tutorial, eine SaaS-Seite bettet eine Feature-Demo ein. Ohne Hilfe kann es Wochen dauern, bis Google diese Videos überhaupt findet. Eine Video-Sitemap schließt genau diese Lücke. Google bekommt darüber direkt die Informationen, die für eine schnelle Indexierung nötig sind, statt auf den Zufall des normalen Crawlings zu warten. Los geht’s: Dieser Text zeigt, was eine Video-Sitemap technisch ist, welche Tags Pflicht sind, wie die Einrichtung in WordPress funktioniert und wie sich das Ergebnis zuverlässig prüfen lässt.

Was ist eine Video-Sitemap?

Im Kern ist eine Video-Sitemap eine XML-Datei. Suchmaschinen erhalten darüber strukturierte Metadaten zu den Videoinhalten einer Website: Titel, Beschreibung, Laufzeit, Thumbnail-URL und die genaue Fundstelle der Videodatei. Google nutzt diese Angaben, um Videos zu entdecken, korrekt einzuordnen und in den Suchergebnissen sowie im Video-Tab anzuzeigen, besonders bei frisch veröffentlichten Inhalten oder Videos, die per JavaScript nachgeladen werden und für Crawler sonst schwer auffindbar sind.

Ablaufgrafik: Video ist eingebettet, Video-Sitemap listet die Tags, Google crawlt die Sitemap, Video erscheint indexiert in der Suche

Technisch betrachtet ist eine Video-Sitemap kein eigenständiges Format. Stattdessen erweitert sie die klassische XML-Sitemap um einen zusätzlichen Namespace mit video-spezifischen Tags. Jedes video:video-Element sitzt innerhalb eines bestehenden url-Blocks und beschreibt genau ein Video: Titel, Speicherort, Laufzeit. Kein Rätselraten für Googlebot mehr. Statt darauf zu hoffen, dass der Crawler einen eingebetteten Player selbst entdeckt, übergibt die Sitemap ihm die relevanten Fakten direkt und aktiv.

Warum Video-Sitemaps für SEO wichtig sind

Wie schnell und wie vollständig Google Videoinhalte erfasst, hängt direkt von der Video-Sitemap ab. Sie verkürzt die Zeit bis zur Indexierung, erhöht die Chance auf Rich-Results mit Thumbnail und macht Videos in der Video-Suche sowie in Karussells sichtbar. Die Reichweite ist beträchtlich. Studien zufolge enthält ein erheblicher Teil der Desktop-Suchergebnisse mindestens ein Video-Snippet, weit über die klassische Websuche hinaus.

Drei praktische Vorteile machen die Umsetzung lohnenswert:

  • Schnellere, präzisere Indexierung. Googlebot kann Text crawlen, aber Videodateien, Thumbnails und Playerstandorte bleiben ohne explizite Angaben oft unentdeckt oder werden falsch zugeordnet. Eine Video-Sitemap liefert diese Fakten direkt.
  • Sichtbarkeit in Rich-Results. Eine gepflegte Sitemap erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass ein Video mit Thumbnail in der Suche erscheint, etwa in Video-Karussells oder im Bilder-Tab.
  • Wichtig für große oder dynamische Websites. Wer viele Videos veröffentlicht oder Inhalte per JavaScript nachlädt, profitiert von der Sitemap als direktem Meldesystem für neue oder aktualisierte Inhalte, statt auf zufälliges Crawling zu hoffen.

Ohne Sitemap muss Google Videos über reguläres Crawling finden. Bei neuen oder aktualisierten Clips kann das mehrere Wochen dauern. Die Sitemap verkürzt dieses Fenster spürbar und sorgt zusätzlich dafür, dass die Metadaten, die Google liest, exakt dem entsprechen, was tatsächlich indexiert werden soll. Bei Websites mit großen Videobibliotheken hilft sie außerdem, das Crawl-Budget sinnvoll zu steuern: Google kann neue, noch nicht erfasste Videoseiten priorisieren, statt wiederholt bereits bekannte Seiten erneut zu crawlen. Ein oft unterschätztes technisches Detail betrifft eingebettete Player: Werden Videos über iFrames von Drittanbietern eingebunden, kann Google die eigentliche Videodatei manchmal nicht zuverlässig zuordnen. Genau dieses Problem umgeht die Sitemap, weil sie die Fundstelle des Videos unabhängig vom Einbettungscode explizit benennt.

Der Effekt zeigt sich besonders bei Suchanfragen, zu denen Google gern Video-Snippets ausspielt. Ein Beispiel: Rezeptvideos zu „schnelle Feierabend-Rezepte“ oder Tutorials zu „Wärmepumpe richtig einstellen“ profitieren überdurchschnittlich stark von der zusätzlichen Sichtbarkeit im Video-Tab. Der Grund ist einfach. Google beantwortet solche informationsorientierten Suchanfragen häufig mit Video-Ergebnissen. Fehlen saubere Metadaten, läuft ein Teil dieser Sichtbarkeit ungenutzt ins Leere, selbst wenn das Video inhaltlich hochwertig ist.

Video-Sitemap vs. Standard-Sitemap und Index-Sitemap

Screenshot der offiziellen Google-Dokumentation zu Video-Sitemaps und Alternativen

Eine Standard-XML-Sitemap listet die URLs einer Website auf, damit Suchmaschinen wissen, welche Seiten überhaupt existieren. Das Video-Format baut darauf auf: Es erweitert dieses Prinzip um video-spezifische Metadatenfelder wie Thumbnail, Laufzeit und Content-URL, damit Videos gezielt in der Video-Suche und in Rich-Results auftauchen und nicht nur als normale Web-Ergebnisse erscheinen. Anders die Index-Sitemap. Sie ist kein eigener Inhaltstyp, sondern eine übergeordnete Datei, die auf mehrere einzelne Sitemap-Dateien verweist, etwa wenn eine Website die Obergrenze von 50.000 URLs pro Datei überschreitet.

Alle drei Typen lassen sich kombinieren: Eine große Website kann eine Index-Sitemap führen, die auf mehrere Standard-Sitemaps und eine oder mehrere Video-Sitemaps verweist. Es ist außerdem möglich, Video-Tags direkt in eine bestehende Standard-Sitemap einzubauen, solange der Video-Namespace am Dateianfang korrekt deklariert wird. Eine separate Datei ist praktisch, aber keine technische Pflicht.

Sitemap-TypZweckEnthaltene Inhalte
Standard-XML-SitemapCrawlbare Seiten-URLs auflistenNur URL, optional Änderungsdatum und Priorität
Video-SitemapVideo-Metadaten für die Indexierung bereitstellenThumbnail, Titel, Beschreibung, Laufzeit, Content-URL
Index-SitemapMehrere einzelne Sitemap-Dateien bündelnListe von Sitemap-URLs, keine Seiten- oder Videodaten direkt

Für die meisten Websites reicht eine einzelne Video-Sitemap aus. Erst wenn die Bibliothek wächst oder mehrere Sitemap-Dateien parallel gepflegt werden, wird eine Index-Sitemap relevant, damit Google alle Dateien über einen einzigen Einstiegspunkt findet.

Ein Praxisbeispiel verdeutlicht den Unterschied. Ein Kochportal mit mehreren tausend Rezeptseiten pflegt eine Standard-Sitemap für alle Rezepttexte und zusätzlich eine separate Video-Sitemap für die eingebetteten Zubereitungsvideos. Wächst die Videobibliothek über 50.000 Einträge, etwa weil zu jedem Rezept mehrere Kurzclips existieren, kommt eine Index-Sitemap hinzu, die auf mehrere Video-Sitemap-Dateien verweist. Das Ergebnis: Jede einzelne Datei bleibt innerhalb der Google-Vorgaben, während Google weiterhin einen zentralen Einstiegspunkt zum Auffinden aller Dateien hat.

Video-Sitemap vs. VideoObject Schema

Eine Video-Sitemap und das schema.org/VideoObject-Markup erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Sie ersetzen sich nicht, sie ergänzen sich. Die Sitemap sorgt dafür, dass Google ein Video überhaupt findet und in den Index aufnimmt, das Schema-Markup liefert die strukturierten Daten, die Google für die Darstellung mit Vorschaubild in den regulären Web-Suchergebnissen braucht. Wer beide Werkzeuge nutzt, deckt die vollständige Video-SEO-Kette von der Entdeckung bis zur Darstellung ab.

Gerade im deutschsprachigen Raum ist diese Unterscheidung eine häufige Verwechslungsquelle. Viele Website-Betreiber gehen davon aus, dass eine Video-Sitemap allein bereits für ein Thumbnail im Suchergebnis sorgt. Das stimmt nicht. Außerhalb der Seite liegt die Sitemap als separate XML-Datei, sie übernimmt nur die Entdeckung und Indexierung. VideoObject-Schema dagegen ist JSON-LD-Markup, das direkt auf der jeweiligen Videoseite eingebunden wird und Google mitteilt, worum es in dem Video inhaltlich geht, inklusive Titel, Beschreibung, Upload-Datum und Thumbnail-URL.

Video-SitemapVideoObject Schema
ZweckEntdeckung und IndexierungRich-Results in der Websuche
OrtSeparate XML-DateiJSON-LD auf der Videoseite selbst
EffektVideo erscheint im Google-Video-Tab und in KarussellsVideo-Thumbnail erscheint im normalen Websuchergebnis

Für vollständige Video-SEO-Abdeckung gehören beide Elemente zusammen. Die Sitemap bringt das Video in den Index, das Schema-Markup sorgt dafür, dass es dort auch mit Vorschaubild sichtbar wird. Fehlt eines der beiden, bleibt ein Teil des Potenzials ungenutzt, selbst wenn die andere Komponente technisch einwandfrei umgesetzt ist.

Erforderliche und optionale Video-Sitemap-Tags

Google verlangt fünf Pflichtelemente innerhalb jedes video:video-Blocks. Fehlen sie, nimmt Google das Video schlicht nicht in den Index auf. Der Block selbst sitzt innerhalb des Standard-url-Elements und kann pro Seite mehrfach vorkommen, wenn mehrere Videos auf derselben URL liegen. Daneben gibt es empfohlene optionale Tags, die den Kontext verbessern. Außerdem existieren mehrere Tags, die aus der Spezifikation entfernt wurden und nicht mehr verwendet werden sollten.

Tabelle mit Pflicht-Tags, empfohlenen optionalen Tags und veralteten Tags einer Video-Sitemap
TagStatusBeschreibung
video:thumbnail_locPflichtURL zum Vorschaubild des Videos
video:titlePflichtTitel des Videos
video:descriptionPflichtBeschreibung des Videos, maximal 2.048 Zeichen
video:content_locPflicht*Direkte URL zur Videodatei
video:player_locPflicht*URL zur Player-Seite des Videos
video:durationOptionalLänge des Videos in Sekunden, 1 bis 28.800
video:expiration_dateOptionalDatum, an dem das Video abläuft
video:ratingOptionalBewertung des Videos, 0,0 bis 5,0
video:view_countOptionalAnzahl der Aufrufe
video:publication_dateOptionalVeröffentlichungsdatum
video:family_friendlyOptionalOb der Inhalt familienfreundlich ist
video:restrictionOptionalGeografische oder plattformbezogene Einschränkung
video:tagOptionalBeschreibende Schlagworte, maximal 32 pro Video
video:liveOptionalOb es sich um einen Livestream handelt
video:categoryVeraltetNicht mehr Teil der Spezifikation
video:gallery_locVeraltetNicht mehr Teil der Spezifikation
video:priceVeraltetNicht mehr Teil der Spezifikation
video:tvshowVeraltetNicht mehr Teil der Spezifikation

*Mindestens eines der beiden Tags video:content_loc oder video:player_loc muss vorhanden sein, im Idealfall werden beide gesetzt.

Pflicht-Tags

  • video:thumbnail_loc muss für Googlebot frei zugänglich sein, gesperrte oder passwortgeschützte Thumbnails werden ignoriert.
  • video:title sollte HTML-Entitäten korrekt escapen oder in ein CDATA-Element verpacken, damit Sonderzeichen nicht zu Parsing-Fehlern führen.
  • video:description darf maximal 2.048 Zeichen umfassen und sollte den Inhalt präzise zusammenfassen, ohne Keywords künstlich zu häufen.
  • video:content_loc muss per HTTP oder FTP erreichbar sein und darf nicht durch robots.txt blockiert werden.
  • video:player_loc ist Pflicht, wenn keine direkte content_loc-URL existiert, etwa bei Playern, die das Video nur über einen eingebetteten Rahmen ausliefern.

Empfohlene optionale Tags

  • video:duration hilft Google, die Laufzeit korrekt in den Suchergebnissen anzuzeigen.
  • video:publication_date und video:expiration_date steuern, wie aktuell ein Video wirkt und ob es nach Ablauf aus dem Index verschwindet.
  • video:family_friendly und video:restriction sind vor allem für Websites mit Altersfreigaben oder länderspezifischen Lizenzen relevant.
  • video:tag liefert zusätzlichen thematischen Kontext, sollte aber sparsam und relevant eingesetzt werden, maximal 32 Einträge pro Video.

Veraltete Tags

Die Tags video:category, video:gallery_loc, video:price und video:tvshow wurden aus der Spezifikation entfernt. Sie gehören aus bestehenden Sitemaps entfernt. Gleiches gilt für die player_loc-Attribute autoplay und allow_embed: Sie boten früher zusätzliche Steuerungsoptionen, sind inzwischen aber ohne Funktion. Harte Fehler verursachen veraltete Tags meist nicht, trotzdem sollten sie bei einer Aktualisierung der Sitemap konsequent entfernt werden, damit die Datei sauber bleibt.

Video-Sitemap erstellen: Schritt für Schritt

Eine Video-Sitemap lässt sich auf drei Wegen erstellen: von Hand als reine XML-Datei, mit einem Sitemap-Generator-Tool oder automatisiert über ein SEO-Plugin. Drei Optionen, ein Ziel. Welcher Weg passt, hängt vor allem von der Größe der Videobibliothek und davon ab, ob technisches Personal für manuelle XML-Pflege zur Verfügung steht.

Für eine Handvoll Videos auf einer statischen Landingpage ist die manuelle Route oft am schnellsten erledigt. Bei mehreren hundert oder tausend Videos, wie sie etwa ein Kursanbieter oder ein Medienportal pflegt, lohnt sich dagegen ein Generator-Tool oder eine Plugin-Lösung, weil sich Titel, Thumbnails und Laufzeiten sonst kaum noch konsistent von Hand nachhalten lassen. Alle drei Wege führen am Ende zur gleichen XML-Struktur. Sie unterscheiden sich nur darin, wie viel manuelle Pflege pro Video anfällt.

Manuelle XML-Erstellung

Der Ausgangspunkt ist eine einfache XML-Datei mit dem Standard-Sitemap-Namespace und dem zusätzlichen Google-Video-Namespace. Für jede Seite mit Video kommt ein eigener url-Block hinzu. Darin sitzt ein oder mehrere video:video-Elemente:

„`

<?xml version=“1.0″ encoding=“UTF-8″?>

<urlset xmlns=“http://www.sitemaps.org/schemas/sitemap/0.9″

xmlns:video=“http://www.google.com/schemas/sitemap-video/1.1″>

<url>

<loc>https://beispiel.de/seite-mit-video/</loc>

<video:video>

<video:thumbnail_loc>https://beispiel.de/thumbnails/video1.jpg</video:thumbnail_loc>

<video:title>So funktioniert das Beispielprodukt</video:title>

<video:description>Eine kurze Einführung in die wichtigsten Funktionen.</video:description>

<video:content_loc>https://beispiel.de/videos/video1.mp4</video:content_loc>

<video:duration>180</video:duration>

</video:video>

</url>

</urlset>

„`

Hat eine Seite mehrere Videos, wird für jedes weitere ein zusätzlicher video:video-Block innerhalb desselben url-Elements ergänzt. Wichtig bleibt die Obergrenze: maximal 50.000 Einträge und 50 MB pro Datei. Wird eine Bibliothek größer, sollte sie auf mehrere Sitemap-Dateien aufgeteilt und über eine Index-Sitemap referenziert werden.

Sitemap-Generator-Tools

Ohne Handarbeit geht’s auch. Wer keine XML von Hand schreiben möchte, kann auf Tools wie XML-Sitemaps.com oder Screaming Frog zurückgreifen, die aus einer URL-Liste oder durch Crawlen der Website eine Grundstruktur erzeugen. Fertig ist die Sitemap damit trotzdem nicht: Die video-spezifischen Metadaten wie Thumbnail, Beschreibung und Content-URL müssen in den meisten Fällen manuell ergänzt werden. Die Tools automatisieren nur das Grundgerüst, nicht die inhaltliche Pflege.

Einreichen in der Google Search Console

Sobald die Datei fertig ist, wird sie über die Google Search Console eingereicht:

  1. Google Search Console öffnen und die passende Property auswählen.
  2. Im linken Menü zu Sitemaps wechseln.
  3. Die URL der Sitemap-Datei eintragen und auf Senden klicken.

Google bestätigt den Empfang und beginnt mit der Verarbeitung. Der Status erscheint anschließend im Sitemaps-Bericht, dort lässt sich ablesen, ob die Datei erfolgreich verarbeitet wurde oder ob Fehler aufgetreten sind.

Video-Sitemap in WordPress erstellen

In WordPress führt der praktischste Weg über ein bestehendes SEO-Plugin. Eine manuell gepflegte XML-Datei ist auf einer sich häufig ändernden Website meist unnötig aufwendig, denn jede neue Produktseite mit Video müsste von Hand ergänzt werden. Drei Plugins dominieren den Markt: Yoast SEO, Rank Math und SEOPress PRO. Alle drei unterstützen Video-Sitemaps, unterscheiden sich aber in Umfang und Automatisierungsgrad.

Yoast SEO bietet die Video-Sitemap-Funktion über ein Premium-Add-on an, das Videoinhalte auf Seiten erkennt und die zugehörigen Metadaten weitgehend automatisch in die Sitemap einträgt. Aktiviert wird die Funktion in den Plugin-Einstellungen. Danach übernimmt das Plugin die laufende Pflege im Hintergrund.

Rank Math bringt die Video-Sitemap-Funktion in der Pro-Version über sein Sitemap-Modul mit. Aktivieren lässt sie sich im Rank-Math-Dashboard. Anschließend durchsucht das Plugin Beiträge nach eingebetteten Videos und befüllt die Sitemap-Einträge automatisch. Zusätzliche Metadaten lassen sich bei Bedarf pro Beitrag manuell im Rank-Math-Panel ergänzen, etwa wenn ein Video nicht automatisch korrekt erkannt wird.

SEOPress PRO erzeugt nach Aktivierung eine eigene Video-Sitemap-Datei und bietet für jeden Beitrag ein separates Metabox-Feld für Video-Metadaten. Neuere Versionen erkennen eingebettete YouTube-Videos sogar automatisch und übernehmen Titel, Beschreibung und Thumbnail ohne manuelle Eingabe. Für Websites, die überwiegend mit YouTube-Einbettungen arbeiten, ist das die vergleichsweise wartungsärmste der drei Optionen.

Keines der drei Plugins ist grundsätzlich überlegen. Die Wahl hängt eher vom bereits genutzten SEO-Setup ab und davon, wie viele Videos manuell nachgepflegt werden müssen. Menüpfade und Bezeichnungen ändern sich zwischen Versionen, deshalb lohnt sich vor der Einrichtung ein Blick in die aktuelle Plugin-Dokumentation, egal für welches Plugin man sich entscheidet.

In der Praxis ist der wichtigste Faktor meist nicht das Plugin selbst, sondern welches SEO-Tool auf der Website ohnehin schon für Meta-Titel, Canonical-Tags und die reguläre XML-Sitemap im Einsatz ist. Ein Wechsel des SEO-Plugins allein wegen der Video-Sitemap-Funktion lohnt sich selten, da die bestehende Struktur meist einfacher um das jeweilige Video-Modul ergänzt werden kann. Nach der Aktivierung lohnt sich außerdem ein Check: Speichert ein aggressiver Caching-Mechanismus die generierte Sitemap-Datei versehentlich zwischen und liefert veraltete Versionen aus? Das würde neue Videos künstlich verzögern, obwohl das Plugin sie längst korrekt erfasst hat.

Video-Sitemap testen und validieren

Einmal eingereicht, ist eine Video-Sitemap kein abgeschlossenes Projekt. Sie sollte regelmäßig auf Fehler geprüft werden, denn fehlerhafte Einträge werden von Google oft stillschweigend ignoriert statt gemeldet. Der erste Prüfschritt ist der Sitemaps-Bericht in der Google Search Console: Dort zeigt sich, wie viele URLs erkannt wurden und ob Google beim Verarbeiten der Datei auf Fehler gestoßen ist.

Vor der Einreichung lohnt sich außerdem ein Blick auf die reine XML-Struktur. Die Datei muss wohlgeformt sein: korrekt geschlossene Tags, sauber deklarierte Namespaces, keine unescapten Sonderzeichen. Ein einfacher Test: die Datei im Browser öffnen. Erscheint sie fehlerfrei als Baumstruktur, ist die Grundsyntax in Ordnung. Bricht die Anzeige mit einer Fehlermeldung ab, liegt meist ein Syntaxfehler vor.

Für die Prüfung auf Seitenebene eignet sich der Rich-Ergebnistest von Google. Eine beliebige URL mit Video lässt sich dort eingeben, das Tool zeigt an, ob Google VideoObject-Markup auf der Seite erkennt. Das ist zwar ein separater Check, unabhängig von der Sitemap selbst. Er bestätigt aber, dass die Metadaten auf der Seite mit dem übereinstimmen, was die Sitemap beschreibt, und deckt so Inkonsistenzen zwischen beiden Quellen auf.

Zeigt die Search Console Fehler an, liegen die häufigsten Ursachen in blockierten URLs durch robots.txt, Thumbnail-Bildern, die einen 404-Fehler zurückgeben, oder fehlenden Pflicht-Tags. Die Lösung ist immer dieselbe: Ursache beheben, Sitemap erneut einreichen. Wer regelmäßig neue Videos veröffentlicht, sollte diese Prüfung als festen Bestandteil des Publishing-Workflows einplanen, nicht als einmaligen Schritt nach der ersten Einrichtung.

Ein weiterer häufiger Stolperstein ist eine falsch gesetzte Content-Delivery-Konfiguration. Liegt die Videodatei auf einem separaten Subdomain- oder CDN-Host, kann es passieren, dass genau diese Domain nicht in der Search Console verifiziert wurde. Ebenso möglich: Eine restriktive CORS- beziehungsweise Firewall-Regel sperrt den Googlebot aus. Solche Fälle tauchen in der Coverage-Auswertung oft als „nicht erreichbar“ statt als klarer Tag-Fehler auf. Bleibt die Fehlermeldung in der Search Console vage, lohnt es sich, die Videodatei zusätzlich manuell per Browser oder einem einfachen Statuscode-Check aufzurufen.

Häufig gestellte Fragen

Brauche ich eine Video-Sitemap, wenn ich Videos über YouTube einbinde?

Nein. Bei YouTube gehostete Videos werden unabhängig davon über YouTube selbst indexiert. Eine Video-Sitemap lohnt sich für Videos, die auf der eigenen Domain oder über ein Drittanbieter-CDN liegen, bei dem die Videodatei-URL zur eigenen Infrastruktur gehört. Wer YouTube-Videos einbettet und inhaltlich mit der eigenen Seite verknüpfen möchte, sollte stattdessen VideoObject-Schema einsetzen.

Wie viele Videos kann eine Video-Sitemap enthalten?

Jede Sitemap-Datei unterstützt bis zu 50.000 Video-Einträge und darf 50 MB nicht überschreiten. Mehr geht nicht in eine Datei. Ist eine dieser Grenzen erreicht, lassen sich mehrere Sitemap-Dateien anlegen und über eine Index-Sitemap zusammenfassen.

Garantiert eine Video-Sitemap, dass mein Video in der Google-Suche erscheint?

Nein. Google entscheidet das selbst. Eingereicht wird damit nur ein Signal, dass die Videos existieren, plus die passenden Metadaten dazu, die endgültige Entscheidung über Indexierung und Darstellung bleibt trotzdem bei Google. Inhaltsqualität, thematische Relevanz der Seite und technische Erreichbarkeit beeinflussen gemeinsam, ob ein Video am Ende tatsächlich in den Ergebnissen auftaucht.

Kann ich Video-Tags in meine bestehende XML-Sitemap einbauen?

Ja. Es genügt, die Video-Namespace-Deklaration im urlset-Element der bestehenden Sitemap zu ergänzen und video:video-Blöcke innerhalb der passenden url-Elemente einzufügen. Eine separate Datei ist keine Pflicht.

Was ist mRSS und wie unterscheidet es sich von einer Video-Sitemap?

mRSS ist eine RSS-Erweiterung, die Google als Alternative zum Standard-Video-Sitemap-Format akzeptiert. Statt video:*-Tags kommen media:content- und media:title-Tags zum Einsatz. Beide Formate verfolgen dasselbe Ziel: Google über Videoinhalte zu informieren. In der Praxis setzen die meisten SEO-Setups auf das Standard-Format. mRSS bleibt vor allem für Publisher relevant, die bereits Media-RSS-Feeds für andere Zwecke pflegen.

Wie oft sollte ich meine Video-Sitemap aktualisieren?

Die Sitemap sollte immer dann aktualisiert werden, wenn neue Videos veröffentlicht oder bestehende Videos wesentlich verändert werden, etwa durch einen neuen Titel, ein neues Thumbnail oder eine neue URL. Die meisten SEO-Plugins übernehmen das automatisch. Bei manuell gepflegten Sitemaps empfiehlt es sich, Aktualisierungen an den eigenen Publishing-Rhythmus zu koppeln, statt sie unregelmäßig nachzuholen.

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Max Benz
Max Benz Founder & CEO · ContentForce AI
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