Google Keyword Planner: Anleitung, Grenzen und die besten Alternativen (2026)

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Written By Max Benz

Der Google Keyword Planner ist für viele der erste Anlaufpunkt, wenn es um Keyword-Recherche geht. Kein Wunder, schließlich stammen die Daten direkt von Google. Doch wer das Tool zum ersten Mal öffnet, stößt schnell auf zwei Fragen: Wie nutze ich es richtig, und warum zeigt es mir plötzlich nur noch grobe Zahlenbereiche statt exakter Werte? Dieser Artikel zeigt dir die Anleitung Schritt für Schritt, erklärt die tatsächlichen Grenzen des Tools und stellt vier Alternativen vor, die du nutzen kannst, wenn dir der Keyword Planner nicht mehr reicht.

Was ist der Google Keyword Planner?

Der Google Keyword Planner (auch Google Keyword-Planer genannt) ist ein kostenloses Tool innerhalb von Google Ads. Damit recherchierst du Suchbegriffe, prüfst deren monatliches Suchvolumen und schätzt ein, wie stark der Wettbewerb um ein Keyword ist. Ursprünglich für die Planung von Werbekampagnen gedacht, hat sich das Tool längst auch als Standardwerkzeug für die Suchmaschinenoptimierung etabliert, denn Suchvolumen-Daten direkt aus Googles eigenem System sind bei SEOs ähnlich begehrt wie bei Werbetreibenden.

Konkret kannst du mit dem Keyword Planner:

  • neue Keyword-Ideen zu einem Begriff, einer Website oder einer Kategorie finden
  • das durchschnittliche monatliche Suchvolumen einzelner Keywords abrufen
  • den Wettbewerb um ein Keyword und durchschnittliche Gebote für Anzeigen einschätzen
  • Prognosen für Klicks und Kosten erstellen, falls du auf ein Keyword bieten würdest

Ein Google Ads-Konto brauchst du trotzdem. Eine laufende Kampagne ist dafür nicht zwingend nötig, wie du im Abschnitt zu den Grenzen weiter unten siehst.

Google Keyword Planner nutzen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Infografik: Google Keyword Planner in 4 Schritten nutzen - Tool finden, neue Keywords finden, Suchvolumen und Prognosen abrufen, Ergebnisse filtern

Wo finde ich den Google Keyword Planner?

Nach der Anmeldung bei Google Ads findest du den Keyword Planner über das Werkzeug-Symbol oben rechts. Klicke dort auf „Tools“ und wähle im Bereich „Planung“ den Punkt „Keyword-Planer“ aus. Solltest du ein Konto im vereinfachten Smart-Modus haben, musst du es zunächst in den Einstellungen auf ein Konto für erfahrene Nutzer umstellen, sonst taucht der Keyword-Planer im Menü gar nicht erst auf.

Neue Keywords finden

Über die Option „Neue Keywords entdecken“ gibst du entweder einzelne Suchbegriffe, eine Wortgruppe oder die URL einer Website ein. Ganz einfach. Der Keyword Planner schlägt dir daraufhin verwandte Suchbegriffe vor, inklusive Suchvolumen, Wettbewerbseinschätzung und durchschnittlichem Gebot. Mehrere Ausgangsbegriffe kannst du gleichzeitig eingeben, was die Recherche deutlich beschleunigt, wenn du bereits eine grobe Themenliste hast.

Suchvolumen und Prognosen abrufen

Hast du bereits eine fertige Keyword-Liste, zum Beispiel aus einer Content-Planung oder einer bestehenden Kampagne, nutzt du stattdessen „Suchvolumen und Prognosen abrufen“. Hier fügst du deine Keywords ein oder lädst sie als Datei hoch. Der Keyword Planner zeigt dir dann nicht nur das Suchvolumen, sondern auch eine Prognose, wie viele Klicks und Impressionen du mit diesen Begriffen bei einer laufenden Anzeigenkampagne erwarten könntest.

Ergebnisse filtern

Damit die Ergebnisliste nicht ausufert, lohnt sich ein Blick auf die Filteroptionen. Drei sind besonders wichtig:

  • Reichweite: legt fest, wie eng oder breit die vorgeschlagenen Keywords zum Ausgangsbegriff passen sollen
  • Zeitraum: steuert, für welchen Zeitraum die Suchvolumen-Daten angezeigt werden, praktisch für saisonale Themen
  • Keyword-Filter: blendet Begriffe mit zu geringem Suchvolumen oder unpassender Marke aus

Grundsätzlich gilt hier Qualität vor Quantität. Eine kurze, sauber gefilterte Liste mit 30 relevanten Keywords bringt dich meist weiter als 300 ungefilterte Vorschläge, durch die du dich manuell durcharbeiten musst.

Welche Grenzen hat der Google Keyword Planner?

Der größte Kritikpunkt am Google Keyword Planner betrifft die Genauigkeit der Suchvolumen-Daten. Ohne aktives Google Ads-Konto mit hinterlegter Zahlungsmethode zeigt dir das Tool keine exakten Zahlen, sondern nur grobe Bereiche wie „1.000 bis 10.000“ oder „10 bis 100“ Suchanfragen pro Monat. Für eine erste Einschätzung reicht das oft aus, für eine belastbare Priorisierung mehrerer ähnlich großer Keywords wird es schnell schwierig.

Um exakte Zahlen zu sehen, brauchst du in den meisten Fällen ein Konto mit aktiver Kampagne oder zumindest ausreichend historischen Werbeausgaben. Eine offizielle, klar dokumentierte Mindestschwelle gibt es dafür nicht. In der Praxis reichen bei vielen Konten schon kleine tägliche Budgets, und mittlerweile genügt Berichten zufolge teilweise sogar ein Konto im aktiven Status mit hinterlegter Zahlungsmethode, auch ohne tatsächliche Ausgaben. Verlassen solltest du dich darauf aber nicht: Wer regelmäßig verlässliche, exakte Suchvolumen ohne Umwege über eine Werbekampagne braucht, kommt an einem spezialisierten Keyword-Tool kaum vorbei.

Kurz zusammengefasst, was du ohne aktives Konto nicht bekommst:

  • exakte monatliche Suchvolumen-Zahlen statt grober Bereiche
  • verlässliche Trendverläufe über mehrere Jahre für ein einzelnes Keyword
  • Wettbewerbsdaten außerhalb des Google Ads-Kontexts, etwa zur organischen Ranking-Schwierigkeit

Genau diese Lücke füllen die folgenden Alternativen, teils sogar kostenlos.

Die besten Alternativen zum Google Keyword Planer

Wenn dir die groben Suchvolumen-Bereiche nicht reichen oder du kein Google Ads-Konto anlegen möchtest, gibt es mehrere gute Alternativen. Die folgende Übersicht zeigt vier Tools, die sich in Preis und Funktionsumfang deutlich unterscheiden, aber alle als direkter Ersatz für die Kernfunktion des Keyword Planners taugen: Suchvolumen abrufen und neue Keyword-Ideen finden.

Tool Preis Kostenlose Version Beste für
Ahrefs Free Keyword Generator Kostenlos Ja, 150 Keyword-Ideen pro Suche, kein Login nötig Schnelle Einzel-Checks ohne Anmeldung
Sistrix Keyword-Tool Kostenlos für Basisnutzung Ja, 10 Abfragen pro Tag ohne Login Deutschsprachige Suchvolumen-Daten
Ubersuggest Ab 29 US-Dollar/Monat, Lifetime ab 290 Euro Eingeschränkt nutzbar Einsteiger mit Budget für ein Allround-Tool
KWFinder von Mangools Ab ca. 29,90 US-Dollar/Monat (Jahresabrechnung) Kostenlose Testphase, kein Dauerplan Tiefe Long-Tail-Keyword-Recherche

Ahrefs Free Keyword Generator

Der Ahrefs Free Keyword Generator ist komplett kostenlos und ohne Registrierung nutzbar. Pro Suche erhältst du bis zu 150 Keyword-Ideen, aufgeteilt in etwa 100 verwandte Keywords und 50 Fragen, jeweils mit Suchvolumen und einem Keyword-Difficulty-Wert. Praktisch für den schnellen Check zwischendurch. Für internationale Recherchen sind zudem Daten aus über 170 Ländern verfügbar. Ein Haken bleibt: Es gibt keine Export-Funktion und keine Projektverwaltung, das Tool eignet sich also eher für schnelle Einzelabfragen als für eine umfangreiche Keyword-Strategie.

Sistrix Keyword-Tool

Sistrix ist im deutschsprachigen Raum ein etablierter Name. Das merkt man auch dem kostenlosen Keyword-Tool an: Suchvolumen, verwandte Keywords und echte Nutzerfragen, speziell für den deutschen Markt aufbereitet. Ohne Login sind bis zu zehn Abfragen pro Tag möglich, für mehr reicht eine kostenlose Registrierung. Ist dir die internationale Ausrichtung anderer Tools zu ungenau für den deutschen Markt, gehört das Sistrix-Tool zu den saubersten kostenlosen Optionen.

Ubersuggest

Ubersuggest von Neil Patel positioniert sich als günstige Alternative zu den großen SEO-Suiten. Die kostenlose Nutzung ist auf wenige Abfragen pro Tag begrenzt, danach starten die bezahlten Pläne bei rund 29 US-Dollar im Monat, alternativ gibt es Lifetime-Zugänge ohne monatliche Kosten ab etwa 290 Euro. Neben Suchvolumen liefert das Tool auch einen SEO-Difficulty- und einen Paid-Difficulty-Score sowie die Verteilung des Suchvolumens über die letzten Monate, praktisch, um saisonale Trends direkt zu erkennen.

KWFinder von Mangools

KWFinder ist Teil der Mangools-Toolsuite und gilt unter vielen SEOs als besonders präzise Alternative für die Long-Tail-Recherche. Eine dauerhaft kostenlose Version gibt es nicht, dafür aber eine kostenlose Testphase. Die bezahlten Pläne starten bei Jahresabrechnung bei etwa 29,90 US-Dollar im Monat, bei monatlicher Abrechnung bei rund 49 US-Dollar. Im Preis enthalten sind neben der Keyword-Recherche auch weitere Mangools-Tools wie SERPChecker und LinkMiner, was KWFinder vor allem für alle interessant macht, die ohnehin eine kleine SEO-Toolsammlung suchen statt eines Einzeltools.

Häufig gestellte Fragen

Ist der Google Keyword Planner kostenlos?

Ja, das Tool selbst ist kostenlos nutzbar. Du brauchst zwar ein Google Ads-Konto, musst darüber aber keine aktive Anzeigenkampagne schalten. Kosten entstehen ausschließlich dann, wenn du tatsächlich Anzeigen schaltest und Nutzer darauf klicken.

Kann ich den Google Keyword Planner ohne Kampagne nutzen?

Ja, für die Grundfunktionen wie Keyword-Ideen und grobe Suchvolumen-Bereiche reicht ein Google Ads-Konto ohne laufende Kampagne. Für exakte Suchvolumen-Zahlen statt Bereichen ist in der Regel aber ein Konto mit hinterlegter Zahlungsmethode und teils mit Werbeausgaben nötig.

Wie genau ist das Suchvolumen im Google Keyword Planner?

Ohne aktives Konto mit Zahlungsmethode zeigt der Keyword Planner nur grobe Bereiche an, etwa „1.000 bis 10.000“ Suchanfragen im Monat. Mit einem entsprechend eingerichteten Konto bekommst du meist exakte Zahlen. Eine offizielle Mindestschwelle für Werbeausgaben, ab der die exakten Zahlen freigeschaltet werden, dokumentiert Google nicht.

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Max Benz
Max Benz Founder & CEO · ContentForce AI

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