Ähnliche Websites finden: Die besten Tools im Vergleich 2026

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Written By Max Benz

Was sind Tools zum Finden ähnlicher Websites?

Ein Tool zum Finden ähnlicher Websites ist ein Online-Dienst, der zu einer eingegebenen Domain eine Liste von Websites mit vergleichbarem Thema, vergleichbarer Zielgruppe oder vergleichbarem Angebot ausgibt. Sie geben eine URL ein, das Tool analysiert Signale wie Browsing-Verhalten, Keywords oder Backlinks und liefert Ihnen in Sekunden eine Liste von Konkurrenten oder verwandten Seiten. Genau diese Funktion macht einen ähnlichen Website-Finder zum schnellsten Einstieg in jede Form von Konkurrenzanalyse.

Wer zum ersten Mal nach ähnlichen Websites sucht, denkt meist zuerst an SEO. Das greift aber zu kurz: Ein Online-Shop-Betreiber nutzt solche Tools, um alternative Anbieter im gleichen Segment zu entdecken, ein Redakteur, um verwandte Blogs und Newsportale zu finden, und ein Nutzer stößt beim gewöhnlichen Surfen einfach auf eine interessante neue Seite. In allen drei Fällen bleibt der Mechanismus gleich: eine Domain rein, eine Liste ähnlicher Websites raus, ganz ohne stundenlange manuelle Google-Recherche.

Wichtig ist die Abgrenzung zu einem verwandten, aber anderen Problem. Wer alte oder gelöschte Webseiten wiederherstellen will, braucht ein Archivierungstool wie die Wayback Machine, kein Tool für ähnliche Websites. Hier geht es ausschließlich um aktuell live geschaltete Seiten mit thematischer oder inhaltlicher Nähe zu einer bestehenden Domain.

Der Begriff Website-Finder wird dabei oft synonym mit Tool für ähnliche Websites verwendet, auch wenn es genau genommen kein einheitliches Produkt dieses Namens gibt, sondern eine ganze Kategorie unterschiedlicher Werkzeuge. Genau diese Kategorie steht im Mittelpunkt der folgenden Abschnitte: welche Typen von Tools es gibt, wie sie technisch funktionieren und welches davon für Ihren konkreten Anwendungsfall am besten passt.

Drei Arten von Tools für ähnliche Websites

Wer ähnliche Websites finden will, hat grundsätzlich drei Werkzeugtypen zur Auswahl: eigenständige Standalone-Tools und Browser-Erweiterungen, integrierte Funktionen in SEO-Plattformen und umfassende Traffic-Intelligence-Plattformen. Jede Kategorie liefert eine andere Art von Ergebnis, weil sie auf einer anderen Datenbasis arbeitet, und die Wahl der richtigen Kategorie hängt vor allem davon ab, ob Sie eine schnelle Entdeckung oder eine belastbare SEO-Analyse brauchen.

Trichter: Drei Arten von Tools für ähnliche Websites
Standalone-Tools sind kostenlos und am schnellsten startklar, SEO-Plattformen liefern zusätzlich Keyword- und Backlink-Daten, Traffic-Intelligence-Plattformen liefern die tiefste Analyse zum höchsten Preis.

Standalone-Tools und Browser-Erweiterungen

Standalone-Tools sind der einfachste Einstieg, weil sie ohne Anmeldung und ohne Vorwissen funktionieren. Sie öffnen die Seite, tippen eine Domain ein und bekommen sofort eine Ergebnisliste. Zu dieser Gruppe zählen:

  • SimilarSites.com, das über eine eigene Weboberfläche und eine dazugehörige Browser-Erweiterung ähnliche Seiten anzeigt
  • SimilarSitesSearch, das Domains stärker nach Kategorie und Thema sortiert
  • die Similar Sites Chrome-Erweiterung, mit der sich eine Suche direkt während des Surfens auslösen lässt, ohne die URL erst in ein separates Tool zu kopieren

Der Vorteil liegt in der Geschwindigkeit. Der Nachteil: Diese Tools liefern in der Regel keine Traffic-Zahlen oder SEO-Kennzahlen, sondern nur eine reine Namensliste.

SEO-Plattform-Features

Wer bereits mit einer SEO-Plattform arbeitet, findet dort oft schon eine eingebaute Funktion für ähnliche Websites, die sich nahtlos in den bestehenden Workflow einfügt. Ahrefs bietet innerhalb des Site Explorers den Bericht Competing Domains, Semrush stellt im Domain Overview den Bereich Competitors bereit. Beide ziehen ihre Ähnlichkeitswerte aus Backlink- und Keyword-Überschneidungen, was einen ganz anderen Blickwinkel liefert als ein Standalone-Tool: Statt Publikumsähnlichkeit zeigen sie Ihnen, wer tatsächlich um dieselben Suchanfragen konkurriert. Für die klassische SEO-Konkurrenzanalyse ist das oft die direktere Route.

Traffic-Intelligence-Plattformen

Die dritte Kategorie kombiniert Publikumsdaten, Browsing-Verhalten und Traffic-Schätzungen zu einem deutlich umfangreicheren Gesamtbild. SimilarWeb ist der bekannteste Vertreter: Neben ähnlichen Websites liefert die Plattform auch Kennzahlen zu monatlichen Besuchen, Traffic-Quellen und demografischen Daten der Zielgruppe. Diese Tiefe hat ihren Preis, im wahrsten Sinne des Wortes, denn Traffic-Intelligence-Plattformen sind in der Regel die teuerste der drei Kategorien und für eine simple Entdeckungssuche oft überdimensioniert.

Wie funktionieren Tools für ähnliche Websites?

Tools für ähnliche Websites arbeiten mit einer von drei Datenmethoden: Browsing-Verhalten, Keyword- beziehungsweise Themen-Überschneidung oder Publikumsdaten aus Panels und ISP-Quellen. Welche Methode ein Tool nutzt, bestimmt direkt, welche Art von Treffern es liefert, deshalb lohnt sich ein Blick unter die Haube, bevor Sie sich für ein Tool entscheiden.

Bei der ersten Methode, den Browsing-Daten, wird ausgewertet, welche Seiten Nutzer vor oder nach dem Besuch einer bestimmten Domain ansteuern. Seiten, die häufig innerhalb derselben Browsing-Sitzung auftauchen, gelten als verwandt. Das funktioniert gut bei Seiten mit ausreichend Besucheraufkommen, liefert bei kleinen oder neuen Domains aber oft dünne Ergebnisse, weil schlicht zu wenig Verhaltensdaten vorliegen.

Die zweite Methode setzt auf Keyword-Überschneidung. Dabei extrahiert das Tool beschreibende Begriffe aus Meta-Tags, Seiteninhalt oder der thematischen Einordnung einer Domain und gleicht sie mit einer Datenbank ähnlich eingestufter Seiten ab. Diese Herangehensweise funktioniert besonders gut bei informationsgetriebenen Nischen und SaaS-Websites, weil dort die On-Page-Signale stark ausgeprägt sind.

Die dritte Methode nutzt Publikumsdaten aus Nutzerpanels, ISP-Quellen und ergänzenden Web-Crawls, um Traffic-Schätzungen und Zielgruppenprofile aufzubauen. Seiten mit überschneidenden Zielgruppen-Segmenten werden dabei als ähnlich markiert. Diese Methode skaliert über Millionen Websites hinweg und gilt statistisch als am belastbarsten, ist bei kleinen Seiten mit geringem Traffic aber ebenfalls im Nachteil.

Eine vierte, eng verwandte Variante nutzt stattdessen Backlink-Überschneidung: Wenn zwei Domains Links von einer großen Zahl derselben verweisenden Domains erhalten, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass beide in derselben Nische aktiv sind. Genau darauf setzen die SEO-Plattform-Features aus dem vorigen Abschnitt, und für die reine SEO-Konkurrenzanalyse ist dieses Signal oft aussagekräftiger als reines Browsing-Verhalten.

Keine der vier Methoden liefert für sich genommen ein vollständiges Bild. Browsing-Daten und Publikumsdaten spiegeln immer nur einen zurückliegenden Zeitraum wider, Keyword-Signale veralten, sobald eine Website ihr Thema verschiebt, und Backlink-Graphen bilden nur ab, was bereits verlinkt wurde, nicht was gerade neu entsteht. Wer eine wirklich belastbare Liste braucht, kombiniert deshalb am besten zwei Methoden, etwa ein Standalone-Tool auf Browsing-Basis mit dem Competing-Domains-Bericht einer SEO-Plattform, und gleicht die beiden Ergebnislisten gegeneinander ab.

Die besten Tools im Vergleich

Für die Entscheidung zwischen den einzelnen Anbietern hilft ein direkter Vergleich der Methode, des Preismodells und des jeweiligen Haupteinsatzzwecks mehr als jede einzelne Produktbeschreibung. Die folgende Tabelle stellt die relevantesten Tools zum Finden ähnlicher Websites gegenüber, jeweils nach der zugrunde liegenden Methode und dem passenden Anwendungsfall sortiert.

ToolMethodePreismodellAm besten geeignet für
SimilarSites.comBrowsing-Verhaltenkostenlosschnelle Entdeckung, Recherche direkt beim Surfen
SimilarSitesSearchKategorie- und Themen-IndexkostenlosNischen-Browsing auf Kategorieebene
Similar Sites Chrome-ErweiterungBrowsing-Verhaltenkostenlosspontane Recherche direkt im Browser
Ahrefs (Competing Domains)Keyword- und Backlink-ÜberschneidungkostenpflichtigSEO-zentrierte Konkurrenzanalyse
Semrush (Competitors)Keyword- und Backlink-ÜberschneidungFreemiumSEO-zentrierte Konkurrenzanalyse, organisch und bezahlt
SimilarWebPublikumspanel- und ISP-DatenFreemiumTraffic-Intelligence und Wettbewerbsanalyse mit Zahlen

Auffällig ist das klare Muster: Kostenlose Tools eignen sich vor allem für Entdeckung und erste Orientierung, während kostenpflichtige oder Freemium-Plattformen zusätzliche Datentiefe liefern, etwa konkrete Traffic-Schätzungen oder Keyword-Überschneidungen. Wer bereits Ahrefs oder Semrush im täglichen Einsatz hat, sollte zunächst die integrierte Funktion testen, bevor ein weiteres Tool in den Workflow aufgenommen wird. Wer noch kein SEO-Tool nutzt, fährt mit einem kostenlosen Standalone-Tool wie SimilarSites.com als Einstieg am besten.

Die Spalte Methode verdient dabei besondere Aufmerksamkeit, denn sie erklärt, warum zwei Tools bei derselben Eingabe-Domain oft unterschiedliche Ergebnislisten liefern. Ein Tool auf Browsing-Basis und ein Tool auf Keyword-Basis sehen dieselbe Website aus zwei völlig verschiedenen Blickwinkeln, und beide Perspektiven können gleichzeitig richtig sein. Für eine schnelle, informelle Recherche reicht meist ein einziges Tool aus der Tabelle. Sobald aus der Recherche eine dokumentierte Wettbewerbsanalyse werden soll, lohnt sich ein Blick auf mindestens zwei Zeilen der Tabelle, idealerweise eine aus der Browsing-Kategorie und eine aus der Keyword- oder Backlink-Kategorie, um die Ergebnisse gegeneinander zu validieren.

Ähnliche Websites in 3 Schritten finden

Unabhängig davon, welches Tool Sie wählen, läuft die eigentliche Suche nach ähnlichen Websites immer nach demselben Muster ab: Domain eingeben, Ergebnisliste sichten, Treffer bewerten. Diese drei Schritte funktionieren bei praktisch jedem der oben genannten Tools nahezu identisch.

Nummerierte Liste: Ähnliche Websites in 3 Schritten finden
Domain eingeben, die ersten Treffer sichten und die interessantesten Ergebnisse gegen ein zweites Tool prüfen: Dieser Ablauf funktioniert bei praktisch jedem Tool aus diesem Artikel.

Schritt 1: Domain eingeben

Öffnen Sie das gewählte Tool, zum Beispiel SimilarSites.com, die Similar Sites Chrome-Erweiterung oder den Competing-Domains-Bericht in Ahrefs, und geben Sie die vollständige Domain der Website ein, zu der Sie ähnliche Seiten suchen. Bei Browser-Erweiterungen entfällt dieser Schritt sogar komplett: Sie klicken einfach auf das Erweiterungssymbol, während Sie die betreffende Seite bereits geöffnet haben.

Screenshot der SimilarWeb Startseite mit Eingabefeld Domain eingeben
Ein Standalone-Tool erwartet in Schritt 1 nur die Eingabe der Domain, zu der Sie ähnliche Websites suchen. (Quelle: SimilarWeb)

Schritt 2: Ergebnisliste sichten

Nach wenigen Sekunden erscheint eine Liste ähnlicher Domains, häufig ergänzt um ein Vorschaubild oder eine Kategoriebezeichnung. Bei SEO-Plattformen kommen zusätzlich Kennzahlen wie die Anzahl gemeinsamer Ranking-Keywords oder verweisender Domains hinzu. Sichten Sie die ersten 20 bis 30 Treffer und notieren Sie sich, welche Domains thematisch tatsächlich passen.

Schritt 3: Ergebnisse analysieren

Nicht jeder Treffer ist gleich relevant. Prüfen Sie die interessantesten Domains anschließend gegen ein zweites Tool, etwa gegen den Ahrefs Site Explorer für Domain-Rating und organischen Traffic, um eine grobe erste Liste auf eine belastbare Kurzliste von fünf bis zehn wirklich vergleichbaren Websites zu reduzieren. Achten Sie dabei auf drei Dinge: passt das Thema wirklich, liegt die Größenordnung der Domain in einem vergleichbaren Bereich, und ist die Seite überhaupt noch aktiv gepflegt. Domains, die zwar thematisch nahe liegen, aber kaum noch aktualisiert werden oder eine deutlich andere Zielgruppengröße haben, gehören eher auf eine Beobachtungsliste als auf die engere Kurzliste.

Dieser letzte Schritt entscheidet darüber, ob aus der reinen Trefferliste ein brauchbares Arbeitsergebnis wird. Wer sich die Zeit für diesen Abgleich spart, arbeitet am Ende mit einer Liste, die zwar lang aussieht, aber für konkrete Entscheidungen kaum belastbar ist.

Wann Sie ähnliche Websites suchen sollten

Ein Tool für ähnliche Websites lohnt sich immer dann, wenn Sie schnell einen Überblick über eine Nische brauchen, sei es für Konkurrenzanalyse, Linkaufbau, Content-Recherche oder einfach aus Neugier beim Surfen. Die folgenden vier Anlässe decken die häufigsten Anwendungsfälle ab.

  • Für die Konkurrenzanalyse: Sie kartieren die gesamte Wettbewerbslandschaft Ihrer Nische, entdecken Anbieter, von denen Sie noch nie gehört haben, und bauen daraus eine Beobachtungsliste auf. Gerade bei jüngeren Märkten verschiebt sich die Konkurrenzlandschaft schneller, als es reine Ranking-Beobachtung zeigt, deshalb lohnt sich ein wiederkehrender Blick über den reinen Ranking-Vergleich hinaus.
  • Beim Linkaufbau: Sie identifizieren Websites in Ihrer Nische und prüfen anschließend, wer auf diese Seiten verlinkt, denn genau diese Domains sind potenzielle Linkziele für Ihre eigene Seite. Domains, die konsequent auf mehrere ähnliche Websites gleichzeitig verlinken, sind erfahrungsgemäß bereits offen für thematisch passende neue Inhalte.
  • Für die Content-Recherche: Sie sehen, welche Themen ähnliche Websites bereits abdecken, welche Formate dort funktionieren und wo in Ihrem eigenen Content noch Lücken bestehen. Ein kurzer Blick auf drei bis vier vergleichbare Seiten reicht oft schon aus, um ein eigenes Redaktionsthema deutlich zu schärfen.
  • Beim beiläufigen Entdecken: Sie landen zufällig auf einer interessanten Website und wollen wissen, was es sonst noch in diesem Bereich gibt, ganz ohne konkrete SEO-Absicht. Das ist der Anwendungsfall, für den Standalone-Tools und Browser-Erweiterungen ursprünglich entwickelt wurden, und er ist genauso legitim wie die geschäftlichen Szenarien.

Nicht jeder dieser Anlässe braucht dasselbe Tool. Für Konkurrenzanalyse und Linkaufbau liefern die SEO-Plattform-Features meist die belastbareren Daten, für Content-Recherche und beiläufiges Entdecken reicht in den meisten Fällen ein kostenloses Standalone-Tool völlig aus. Entscheidend ist, den Anlass zuerst zu klären und erst danach das passende Tool auszuwählen, nicht umgekehrt: Wer mit dem falschen Werkzeug startet, bekommt zwar eine Liste, aber selten die Antworten, die er eigentlich braucht.

Kostenlos oder kostenpflichtig? Was Sie wirklich brauchen

Ob ein kostenloses Tool ausreicht oder sich ein kostenpflichtiger Tarif lohnt, hängt fast ausschließlich davon ab, wie oft Sie ähnliche Websites suchen und ob Sie zusätzliche Kennzahlen wie Traffic-Schätzungen oder Keyword-Daten brauchen. Für eine gelegentliche Recherche reicht ein kostenloses Tool praktisch immer aus, für einen laufenden SEO-Workflow lohnt sich meist die Investition in eine Freemium- oder kostenpflichtige Plattform.

Eine kostenlose Version wie SimilarSites.com oder die Similar Sites Chrome-Erweiterung genügt völlig, wenn Sie nur gelegentlich eine Nische erkunden, schnell Inspiration für eigenen Content suchen oder als privater Nutzer einfach ähnliche Angebote entdecken wollen. Sobald daraus jedoch ein regelmäßiger Bestandteil Ihrer SEO-Arbeit wird, stoßen kostenlose Tools an ihre Grenzen: Es fehlen belastbare Traffic-Zahlen, Keyword-Überschneidungen und die Möglichkeit, größere Ergebnismengen strukturiert weiterzuverarbeiten.

Ein kostenpflichtiger Tarif lohnt sich, wenn mindestens eines davon zutrifft:

  • Sie führen Konkurrenzanalyse regelmäßig durch, nicht nur einmalig
  • Sie brauchen zusätzlich zur Ähnlichkeitsliste belastbare Traffic- oder Keyword-Zahlen
  • Sie wollen die Ergebnisse mit anderen SEO-Kennzahlen wie Domain-Rating oder Backlinks kombinieren

Trifft nichts davon zu, lohnt sich der Umstieg auf einen kostenpflichtigen Tarif in aller Regel nicht. Bevor Sie ein Upgrade in Betracht ziehen, sollten Sie das kostenlose Angebot der jeweiligen Tools tatsächlich ausgereizt haben, denn gerade für Einzelrecherchen deckt die kostenlose Stufe erstaunlich viel ab.

Ein häufiger Fehler ist der umgekehrte Weg: Ein kostenpflichtiges Tool wird abonniert, bevor überhaupt klar ist, welche konkrete Frage damit beantwortet werden soll. Beginnen Sie deshalb immer mit dem kostenlosen Tier, sammeln Sie zwei bis drei echte Rechercheanfragen, und prüfen Sie erst danach, an welcher Stelle die kostenlose Version tatsächlich an ihre Grenzen stößt. Meist zeigt sich das Limit sehr konkret, etwa bei der Anzahl der sichtbaren Treffer oder bei fehlenden Traffic-Zahlen, und genau dieser Engpass bestimmt dann, welcher kostenpflichtige Tarif überhaupt sinnvoll ist.

Ähnliche Websites in die SEO-Strategie einbinden

Ein Tool für ähnliche Websites entfaltet seinen vollen Wert erst, wenn Sie es dauerhaft in den SEO-Workflow einbinden, statt es nur einmalig für eine Momentaufnahme zu nutzen. Konkurrenzrecherche, Content-Lücken und Backlink-Prospecting profitieren alle davon, wenn die Ergebnisse regelmäßig geprüft und aktualisiert werden.

  • Bauen Sie zunächst eine Kurzliste von 5 bis 10 vergleichbaren Wettbewerbern auf und legen Sie diese in einer Tracking-Tabelle ab, statt die Ergebnisse nach der ersten Suche wieder zu vergessen.
  • Prüfen Sie diese Liste monatlich neu, denn neue Anbieter und Verschiebungen in der Content-Strategie bestehender Konkurrenten fallen so deutlich früher auf, als wenn Sie erst auf Rankingverluste warten.
  • Nutzen Sie die Ergebnisliste als Ausgangspunkt für eine Content-Lücken-Analyse: Welche Themen decken ähnliche Websites bereits ab, die in Ihrem eigenen Blog noch fehlen? Sortieren Sie die gefundenen Lücken nach geschätztem Traffic-Potenzial und erst danach nach Umsetzungsaufwand, damit die vielversprechendsten Themen zuerst bearbeitet werden.
  • Ziehen Sie aus derselben Liste Kandidaten für den Linkaufbau, indem Sie prüfen, welche Domains auf mehrere der gefundenen ähnlichen Websites gleichzeitig verlinken. Diese Domains sind bereits nachweislich bereit, in Ihrer Nische zu verlinken, was die Erfolgsquote bei der Kontaktaufnahme spürbar erhöht.
  • Kombinieren Sie ein Standalone-Tool für die erste Entdeckung mit einer SEO-Plattform für die anschließende Bewertung, statt sich auf eine einzige Datenquelle zu verlassen.
  • Dokumentieren Sie jede Runde kurz, auch wenn sich wenig verändert hat: Ein leerer Befund ist genauso wertvoll wie ein neuer Treffer, weil er zeigt, dass sich die Konkurrenzlandschaft in diesem Zeitraum stabil verhalten hat.

So wird aus einer einmaligen Suche ein wiederkehrender Baustein Ihrer SEO-Arbeit, der Ihnen hilft, Marktverschiebungen frühzeitig zu erkennen, statt nur auf bereits sichtbare Rankingveränderungen zu reagieren. Wer diesen Workflow konsequent regelmäßig prüft, statt ihn irgendwann einschlafen zu lassen, gewinnt über die Zeit einen echten Wissensvorsprung gegenüber Wettbewerbern, die Konkurrenzanalyse nur sporadisch betreiben.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das beste kostenlose Tool für ähnliche Websites?

Für eine schnelle Suche ohne Konto und ohne Limit sind SimilarSites.com und SimilarSitesSearch beide solide kostenlose Optionen. SimilarSites.com arbeitet mit Browsing-Daten und bietet zusätzlich eine kostenlose Browser-Erweiterung, SimilarSitesSearch geht stärker über eine Kategorie- und Themeneinordnung vor. Wer eine SEO-Plattform bereits nutzt, findet mit den integrierten Funktionen von Ahrefs oder Semrush eine ebenfalls kostenlos testbare, wenn auch eingeschränktere Einstiegsvariante.

Wie finde ich Websites, die meiner eigenen ähnlich sind?

Geben Sie Ihre eigene Domain in ein Standalone-Tool wie SimilarSites.com ein und sichten Sie die Ergebnisliste. Für eine SEO-fokussierte Auswertung lohnt sich zusätzlich ein Blick in den Competing-Domains-Bericht von Ahrefs oder in den Competitors-Bereich von Semrush, um Websites zu finden, die für dieselben Keywords ranken. Am aussagekräftigsten wird das Bild, wenn Sie beide Ansätze kombinieren, denn Verhaltensähnlichkeit und Keyword-Ähnlichkeit liefern häufig unterschiedliche Treffer.

Ist SimilarSites.com zuverlässig?

Für Websites mit ausreichend Traffic liefert SimilarSites.com zuverlässige Treffer, weil die zugrunde liegende Methode auf tatsächlichem Browsing-Verhalten basiert. Bei kleineren oder neueren Seiten mit wenig Besucheraufkommen wird das Signal dünner, und die Ergebnisse können entsprechend ungenauer ausfallen. Für eine belastbare Einschätzung lohnt sich deshalb der zusätzliche Abgleich mit einer SEO-Plattform wie Ahrefs oder Semrush.

Was ist der Unterschied zwischen einem Standalone-Tool und SimilarWeb?

Ein Standalone-Tool wie SimilarSites.com ist auf eine schnelle, kostenlose Entdeckungssuche ausgelegt: Domain eingeben, Ergebnisliste bekommen, fertig. SimilarWeb dagegen ist eine umfassende Traffic-Intelligence-Plattform, die neben ähnlichen Websites auch Kennzahlen zu Besuchszahlen, Traffic-Quellen und Zielgruppen-Demografie liefert. Der Unterschied liegt also im Zweck: Standalone-Tools eignen sich für die schnelle Orientierung, SimilarWeb für eine tiefergehende Wettbewerbsanalyse mit belastbaren Zahlen im Hintergrund.

Kann ich eine Browser-Erweiterung nutzen, um ähnliche Websites zu finden?

Ja. Die Similar Sites Chrome-Erweiterung lässt Sie eine Suche nach ähnlichen Websites direkt während des Surfens auslösen, ohne die URL erst in ein separates Tool zu kopieren. Das ist besonders praktisch, wenn Sie zufällig auf eine unbekannte Seite stoßen und sofort sehen wollen, was sonst noch in dieser Nische existiert. Für systematische, umfangreiche Recherchen eignet sich eine Browser-Erweiterung allerdings weniger gut als ein dediziertes Web-Tool oder eine SEO-Plattform, weil sich Treffer aus einer Erweiterung schlechter in eine Tabelle oder Tracking-Liste übernehmen lassen. Wer regelmäßig größere Mengen an ähnlichen Websites dokumentieren muss, kombiniert deshalb am besten beides: die Erweiterung für die spontane Recherche unterwegs, ein Web-Tool oder eine SEO-Plattform für die strukturierte Auswertung danach.

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Max Benz
Max Benz Founder & CEO · ContentForce AI
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