Wer die Ahrefs Preise vergleicht, stolpert schnell über widersprüchliche Angaben. Deutsche Ratgeber rechnen in Dollar, obwohl Ahrefs hierzulande in Euro abrechnet. Sie führen API-Abos auf, die Ahrefs nicht mehr verkauft, und ein Tages-Update für den Rank Tracker, das die Preisseite nirgends anbietet. Dieser Artikel arbeitet nur mit Zahlen, die am 6. September 2026 auf der Preisseite standen. Er zeigt jeden Tarif in beiden Zahlweisen, rechnet die Zusatzkosten für Nutzer und Add-ons durch und sagt dir am Ende, welcher Plan zu deiner Projektzahl passt.
Was kostet Ahrefs? Preise im Überblick
Ahrefs kostet zwischen 27 Euro pro Monat für den Starter-Tarif und 1.394 Euro pro Monat für Enterprise. Dazwischen liegen die drei Hauptpläne Lite, Standard und Advanced. Sie kosten bei monatlicher Zahlung 119, 229 und 419 Euro pro Monat. Wer jährlich vorauszahlt, zahlt für dieselben Pläne 99, 191 und 349 Euro pro Monat. Dazu kommt Ahrefs Free, der kostenlose Zugang für verifizierte Website-Betreiber.
Stand: 6. September 2026. Alle Preise in diesem Artikel stammen von der deutschen Ahrefs Preisseite und wurden an diesem Tag geprüft. Die gelisteten Beträge enthalten keine Umsatzsteuer.
Die Grafik und die Tabelle darunter stellen beide Zahlweisen nebeneinander, damit du siehst, wie viel die Jahresvorauszahlung pro Tarif tatsächlich spart.
| Tarif | Preis pro Monat (monatlich) | Preis pro Monat (jährlich) | Jahresbetrag bei Vorauszahlung | Wichtigste Limits |
|---|---|---|---|---|
| Ahrefs Free | 0 Euro | 0 Euro | 0 Euro | sechs Tools mit reduzierten Limits, Kernfunktionen nur für verifizierte eigene Websites |
| Starter | 27 Euro | n/a | n/a | 1 Nutzer, reduzierte Limits, nur monatliche Abrechnung |
| Lite | 119 Euro | 99 Euro | 1.190 Euro | 5 Projekte, 750 getrackte Keywords, 100.000 Crawl Credits |
| Standard | 229 Euro | 191 Euro | 2.290 Euro | 20 Projekte, 2.000 getrackte Keywords, 500.000 Crawl Credits |
| Advanced | 419 Euro | 349 Euro | 4.190 Euro | 50 Projekte, 5.000 getrackte Keywords, 1.500.000 Crawl Credits |
| Enterprise | 1.394 Euro (Jahresbindung) | 1.394 Euro | 16.728 Euro | ab 3 Nutzer, ab 10.000 getrackte Keywords, unbegrenzte Datenhistorie |
Vier Punkte sind bei den Ahrefs Preisen besonders wichtig:
- Es gibt fünf kostenpflichtige Tarife plus Ahrefs Free, den kostenlosen Zugang, der früher Ahrefs Webmaster Tools hieß.
- Die Standardansicht der Preisseite zeigt die Monatspreise. Der Schalter für die jährliche Zahlweise senkt sie um rund 17 Prozent.
- Enterprise setzt eine Jahresbindung voraus und wird über den Vertrieb verhandelt.
- Zusatznutzer, Add-ons und die Umsatzsteuer treiben den tatsächlichen Betrag deutlich über den Listenpreis.
Diese Tabelle bildet nur die Basispreise ab. Wie viel du am Ende zahlst, hängt zusätzlich davon ab, wie viele Nutzer, Projekte und Add-ons du brauchst. Die folgenden Abschnitte gehen jeden Tarif einzeln durch.
Ahrefs Preise in Euro oder Dollar: Was zahlst du in Deutschland?
Ahrefs weist deutschen Besuchern seine Preise in Euro aus und rechnet auch in Euro ab. Wer ahrefs.com aus Deutschland aufruft, sieht 119, 229 und 419 Euro pro Monat, nicht die Dollarbeträge. Ahrefs betreibt zusätzlich eine vollständig deutschsprachige Preisseite unter ahrefs.com/de/pricing mit denselben Euro-Zahlen. Viele deutsche Ratgeber zu diesem Thema geben trotzdem Dollarpreise an und behaupten, Ahrefs rechne grundsätzlich in US-Dollar ab. Das trifft auf den deutschen Markt nicht zu.
Zum Einordnen hilft der direkte Vergleich beider Währungsansichten. Die Dollarbeträge stehen hier, weil internationale Quellen sie zitieren und die Zahlen dann nicht mehr zusammenpassen.
| Tarif | Euro pro Monat (monatlich) | US-Dollar pro Monat (monatlich) | Euro pro Jahr | US-Dollar pro Jahr |
|---|---|---|---|---|
| Ahrefs Starter | 27 Euro | 29 Dollar | n/a | n/a |
| Ahrefs Lite | 119 Euro | 129 Dollar | 1.190 Euro | 1.290 Dollar |
| Ahrefs Standard | 229 Euro | 249 Dollar | 2.290 Euro | 2.490 Dollar |
| Ahrefs Advanced | 419 Euro | 449 Dollar | 4.190 Euro | 4.490 Dollar |
Praktisch heißt das: Der Betrag auf deiner Rechnung schwankt nicht mit dem Wechselkurs, ein Währungspuffer im Budget ist also überflüssig. Die Euro-Liste ist auch keine tagesaktuelle Umrechnung, sondern eine eigene Preisliste, die Ahrefs unabhängig vom Kurs pflegt. Ein Dollarbetrag in einer Quelle ist deshalb kein Rechenfehler, sondern ein Hinweis darauf, dass die Seite eine US-Ansicht zitiert.
Ahrefs kostenlos nutzen: Ahrefs Free, Starter und was wirklich gratis ist
Ahrefs kostenlos zu nutzen ist möglich, allerdings nur in eingeschränkter Form über Ahrefs Free. Dieser Zugang hieß bis vor kurzem Ahrefs Webmaster Tools. Ahrefs bestätigt die Umbenennung selbst in der FAQ der Free-Seite: Es handelt sich um denselben Plan unter neuem Namen, weil er inzwischen weit mehr abdeckt als reine SEO-Analysen für die eigene Domain. Eine klassische kostenlose Testphase für Lite, Standard, Advanced oder Enterprise gibt es dagegen nicht.
Ahrefs Free umfasst sechs Tools mit jeweils eigenen Limits:
- Site Explorer mit maximal 1.000 gleichzeitig sichtbaren Backlinks und Keywords, nur für verifizierte Websites
- Site Audit mit 5.000 Crawl Credits pro Monat und Projekt, nur für verifizierte Websites
- Web Analytics mit bis zu einer Million Ereignissen pro Projekt, nur für verifizierte Websites
- Social Media Manager mit unbegrenzten Kanälen und Beiträgen, solange die Beta läuft, ohne Verifizierung nutzbar
- AI Content Helper mit einem kostenlosen Dokument pro Monat, ohne Verifizierung nutzbar
- SEO Toolbar mit Domain Rating und URL Rating für jede Seite, ohne Verifizierung nutzbar
Die Zahl der verifizierten Websites ist dabei nicht begrenzt. Der Zugang läuft über eine Verifizierung der eigenen Domain, entweder per Google Search Console oder über eine Datei auf dem Webserver. Ein Ablaufdatum wie bei einer Testversion gibt es nicht, Zahlungsdaten braucht es für die Registrierung ebenfalls nicht. Wer noch weiter unten ansetzen will, findet in unserer Übersicht der kostenlosen Keyword Tools weitere Gratis-Optionen.
Wer fremde Domains analysieren oder tiefer in Keyword-Daten einsteigen will, landet beim Starter-Tarif für 27 Euro pro Monat. Das ist der günstigste kostenpflichtige Einstieg und er bringt Keywords Explorer und Rank Tracker mit, die in Ahrefs Free fehlen. Abgerechnet wird wie bei Lite über Credits, 200 pro Monat laut der Tarif-Ankündigung, auf die Ahrefs von der Preisseite aus verlinkt. Site Audit und Rank Tracker verbrauchen davon nichts, sie haben eigene Limits. Wie sich der Rank Tracker gegen andere Werkzeuge schlägt, zeigt unser Vergleich der besten Rank Tracker. Drei Einschränkungen solltest du kennen: Starter wird ausschließlich monatlich abgerechnet, Zusatznutzer und Add-ons lassen sich nicht dazubuchen, und von Lite oder höher kannst du nicht auf Starter herunterstufen. Für eine einzelne Website und gelegentliche Recherche reicht der Tarif trotzdem gut aus.
Kurz zusammengefasst: Eine kostenlose Testversion der großen Ahrefs Tarife existiert nicht. Mit Ahrefs Free und dem Starter-Tarif gibt es aber zwei günstige Wege, das Tool ohne großes Budget kennenzulernen.
Ahrefs Lite: Preis und Funktionen
Ahrefs Lite kostet 119 Euro pro Monat bei monatlicher Zahlung und 99 Euro pro Monat, wenn du das Jahr im Voraus zahlst. Der Jahresbetrag liegt dann bei 1.190 Euro. Der Tarif ist der Einstieg für alle, die regelmäßig mit dem vollen Funktionsumfang arbeiten: Freelancer, Solo-SEOs und kleine Unternehmen mit ein bis fünf Websites.
- 5 Projekte ohne Eigentumsnachweis, verifizierte Projekte unbegrenzt
- 750 getrackte Keywords, wöchentliche Aktualisierung
- 5 getrackte KI-Prompts in Brand Radar, 150 Checks pro Monat
- 100.000 Crawl Credits pro Monat, maximal 25.000 Seiten pro Projekt
- 6 Monate historische Daten
- 1.000 Credits pro Nutzer und Monat, maximal 2.500 Zeilen pro Report, 500.000 Exportzeilen pro Monat
- 1 Nutzer inklusive, bis zu 2 weitere für je 37,40 Euro pro Monat
Für wen sich Lite lohnt: Freiberufliche SEOs, Inhouse-Marketer und kleine Unternehmen mit ein bis fünf Websites kommen mit den Limits meist gut zurecht. Schwieriger wird es bei zehn oder mehr Kundenprojekten, bei historischen Daten älter als sechs Monate oder bei regelmäßiger Teamarbeit. Dann ist Standard die passendere Wahl.
Die Credit-Grenze ist bei Lite der härteste Engpass. 1.000 Credits pro Nutzer klingen viel, gehen bei intensiver Wettbewerbsrecherche aber innerhalb weniger Tage weg, weil jeder Report Credits verbraucht. Ab Standard fällt diese Grenze komplett weg. Wer täglich fremde Domains analysiert, plant deshalb besser gleich mit dem größeren Tarif. Für die reine Backlink-Arbeit lohnt vorab ein Blick in den Leitfaden zum Backlinks aufbauen.
Ahrefs Standard: Preis und Funktionen
Ahrefs Standard kostet 229 Euro pro Monat bei monatlicher Zahlung und 191 Euro pro Monat bei Jahresvorauszahlung, was 2.290 Euro im Jahr entspricht. Es ist der meistgenutzte Tarif für Agenturen und Inhouse-Teams mit mehreren Projekten. Gegenüber Lite steigen die Limits bei Projekten, Keywords und historischen Daten deutlich, und die Begrenzung bei den Nutzer-Credits fällt weg.
- 20 Projekte ohne Eigentumsnachweis, verifizierte Projekte unbegrenzt
- 2.000 getrackte Keywords
- 10 getrackte KI-Prompts in Brand Radar, 300 Checks pro Monat
- 500.000 Crawl Credits pro Monat, maximal 50.000 Seiten pro Projekt
- 2 Jahre historische Daten
- Unbegrenzte Credits pro Nutzer, maximal 30.000 Zeilen pro Report, 1,5 Millionen Exportzeilen pro Monat
- 1 Nutzer inklusive, bis zu 5 weitere für je 56,10 Euro pro Monat
Für wen sich Standard lohnt: Kleine bis mittlere Agenturen mit bis zu 20 aktiven Kunden profitieren am meisten, ebenso Inhouse-Teams mit mehreren Marken und Content-Teams mit regelmäßigen Keyword- und Backlink-Analysen. Das zweijährige Datenfenster reicht für die meisten Trendanalysen. Betreust du mehr als 20 unverifizierte Projekte gleichzeitig oder crawlst du sehr große Websites, prüfe Advanced, bevor die Crawl Credits knapp werden.
Content Explorer, Batch Analysis und Portfolios kommen erst ab Standard dazu. Genau diese drei Werkzeuge machen den Unterschied bei Wettbewerbsrecherche im größeren Stil. Wer sie einmal im Arbeitsalltag hatte, empfindet Lite schnell als zu eng.
Beim Rank Tracker wächst mit dem Tarif nur die Zahl der Keywords, nicht das Tempo. Ahrefs aktualisiert die Rankings in allen vier Tarifen wöchentlich, und ein Add-on für tägliche Updates, das einige Ratgeber noch nennen, steht auf der Preisseite nicht zum Verkauf.
Ahrefs Advanced: Preis und Funktionen
Ahrefs Advanced kostet 419 Euro pro Monat bei monatlicher Zahlung und 349 Euro pro Monat im Jahresabo, also 4.190 Euro pro Jahr. Der Tarif richtet sich an mittelgroße bis große Agenturen sowie SEO-Teams mit hohem Crawl- und Tracking-Bedarf. Preislich liegt er klar unter Enterprise, bietet aber deutlich mehr Spielraum als Standard.
- 50 Projekte ohne Eigentumsnachweis, verifizierte Projekte unbegrenzt
- 5.000 getrackte Keywords
- 20 getrackte KI-Prompts in Brand Radar, 600 Checks pro Monat
- 1.500.000 Crawl Credits pro Monat, maximal 250.000 Seiten pro Projekt
- 5 Jahre historische Daten
- Unbegrenzte Credits pro Nutzer, maximal 75.000 Zeilen pro Report, 4 Millionen Exportzeilen pro Monat
- 1 Nutzer inklusive, bis zu 10 weitere für je 74,80 Euro pro Monat
Für wen sich Advanced lohnt: Agenturen mit 20 bis 50 Kundenprojekten finden hier den passenden Rahmen. Das gilt auch für Teams, die fünf Jahre historische Daten für Langzeitanalysen brauchen, und für alle, die bei Standard regelmäßig an die Crawl-Credit-Grenze stoßen. Liegt dein Portfolio unter 20 Projekten, reicht Standard meist völlig aus.
Zwei Funktionen gibt es ausschließlich ab Advanced: die Looker-Studio-Anbindung für eigenes Reporting und der Eintrag im Agenturverzeichnis von Ahrefs. Für Agenturen, die ihre Reports ohnehin in Looker Studio bauen, rechnet sich der Aufpreis gegenüber Standard oft allein darüber.
Ahrefs Enterprise: Preis und Funktionen
Ahrefs Enterprise kostet 1.394 Euro pro Monat und setzt eine Jahresbindung voraus, was 16.728 Euro pro Jahr ergibt. Der Tarif hebt die Limits der kleineren Stufen weitgehend auf und wird über den Vertrieb verhandelt. Er richtet sich an Organisationen, die Ahrefs teamübergreifend einsetzen.
- 100 Projekte ohne Eigentumsnachweis, verifizierte Projekte unbegrenzt
- ab 10.000 getrackte Keywords
- ab 83 getrackte KI-Prompts, ab 2.500 Checks pro Monat
- ab 5.000.000 Crawl Credits pro Monat, bis zu 5 Millionen Seiten pro Projekt
- unbegrenzte historische Daten, maximal 150.000 Zeilen pro Report, ab 10 Millionen Exportzeilen pro Monat
- unbegrenzter API-Zugriff, SSO, Zugriffsverwaltung und Audit-Log
- ab 3 Nutzer inklusive, jeder weitere kostet 93 Euro pro Monat, die Zahl ist nicht gedeckelt
Für wen sich Enterprise lohnt: Große SEO-Agenturen, Inhouse-Teams in Konzernen und Organisationen mit mehreren Abteilungen teilen sich hier eine Plattform. SSO und die zentrale Nutzerverwaltung machen den Tarif für Teams ab zehn Personen praktikabel. Kleinere Agenturen sollten genau rechnen, denn der Sprung von Advanced zu Enterprise kostet gut das Dreifache. Die meisten mittelgroßen Betriebe brauchen weder unbegrenzte Datenhistorie noch die volle Enterprise-Ausstattung.
Der eine Punkt, der Enterprise oft trotzdem rechtfertigt, ist die unbegrenzte Nutzerzahl. Advanced deckelt bei zehn Zusatznutzern. Ein Team mit fünfzehn Leuten kann in Advanced gar nicht sauber arbeiten, unabhängig davon, wie viele Projekte es betreut.
Jährlich oder monatlich zahlen: Was spart mehr?
Die jährliche Vorauszahlung spart bei Lite, Standard und Advanced rund 17 Prozent gegenüber der monatlichen Zahlweise. Ahrefs bewirbt das auf der Preisseite mit „bis zu 17 Prozent“. Rechnerisch sind es bei allen drei Tarifen 16,7 Prozent, weil du zwölf Monate zum Preis von zehn bekommst. Starter ist von der Regel ausgenommen und nur monatlich buchbar, Enterprise umgekehrt nur jährlich.
Die Ersparnis in absoluten Zahlen zeigt, ab wann sich die Bindung lohnt.
| Tarif | Monatlich, aufs Jahr gerechnet | Jährliche Vorauszahlung | Ersparnis pro Jahr |
|---|---|---|---|
| Ahrefs Lite | 1.428 Euro | 1.190 Euro | 238 Euro |
| Ahrefs Standard | 2.748 Euro | 2.290 Euro | 458 Euro |
| Ahrefs Advanced | 5.028 Euro | 4.190 Euro | 838 Euro |
Ein Detail, das viele überrascht: Auf die jährliche Abrechnung kannst du nicht selbst im Konto umstellen. Ahrefs verweist in seiner FAQ dafür ausdrücklich auf den Support unter support@ahrefs.com. Plane also einen zusätzlichen Schritt ein, wenn du nach ein paar Testmonaten wechseln willst.
Meine Empfehlung fällt trotzdem eindeutig aus: Starte monatlich. Der Aufpreis von rund 20 Euro im Monat bei Lite ist billiger als ein Jahresvertrag für ein Tool, das nach acht Wochen ungenutzt im Konto liegt. Wenn Ahrefs nach zwei bis drei Monaten fest im Arbeitsalltag steckt, kontaktierst du den Support und sicherst dir die 17 Prozent für den Rest der Nutzungsdauer.
Zusatzkosten: Add-ons, weitere Nutzer und versteckte Gebühren
Der Tarifpreis ist bei Ahrefs selten der gesamte monatliche Betrag. Zusatznutzer und optionale Add-ons kommen bei den meisten Teams schnell hinzu. Arbeitest du mit mehreren Personen oder brauchst du zusätzliche Funktionen wie KI-gestütztes Brand Monitoring, plane diese Kosten von Anfang an ein.
Fünf Add-ons stehen zur Auswahl, die sich zu jedem Tarif außer Starter dazubuchen lassen. Die Preise gelten pro Monat und kommen vollständig zum Tarifpreis hinzu.
| Erweiterung | Preis | Wofür es sich lohnt |
|---|---|---|
| Ahrefs Content Kit | ab 89 Euro pro Monat | AI Content Helper und Content Grader für die Textoptimierung |
| Ahrefs Report Builder | 89 Euro pro Monat | 50 Reports, 500 Widgets und geplanter Versand für Kundenberichte |
| Brand Radar KI | ab 179 Euro pro Monat | Markenrecherche über die Prompt-Datenbank und eigenes Prompt-Tracking |
| Project Boost Pro | 18,70 Euro pro Monat und Projekt | Dauerhaftes Site Audit mit 10 Seiten pro Minute, sofortiger Recrawl, IndexNow |
| Project Boost Max | 180 Euro pro Monat und Projekt | 30 Seiten pro Minute, Patches und KI-Erkennung ohne URL-Limit |
Der Report Builder ist dabei kein reines Add-on. Ein Grundkontingent steckt in jedem Tarif: 5 Reports mit 30 Widgets bei Lite und Standard, 15 Reports mit 150 Widgets bei Advanced und 25 Reports mit 250 Widgets bei Enterprise. Das Add-on lohnt sich erst, wenn du regelmäßig mehr Kundenberichte verschickst als dieses Kontingent hergibt.
Neu hinzugekommen sind die Prompt-Pakete für Brand Radar. Sie richten sich an alle, die nur eigene Prompts in KI-Suchsystemen verfolgen wollen, ohne den kompletten Brand-Radar-Zugang. Ein Check entspricht dabei einem Prompt auf einer Plattform an einem Standort.
| Prompt-Paket | Preis pro Monat | Enthaltene Checks | Preis je zusätzlichem Check |
|---|---|---|---|
| Ahrefs Brand Radar Basic | 46,70 Euro | 2.500 | 0,0187 Euro |
| Ahrefs Brand Radar Growth | 93 Euro | 7.000 | 0,0140 Euro |
| Ahrefs Brand Radar Scale | 234 Euro | 25.000 | 0,0093 Euro |
Zusätzliche Nutzer bleiben der häufigste Kostentreiber. Ein dreiköpfiges Team im Standard-Tarif zahlt neben den 229 Euro Grundpreis noch zweimal 56,10 Euro, in Summe also 341,20 Euro pro Monat. Das sind gut 49 Prozent über dem Listenpreis, und zwar dauerhaft.
Bei den Limits arbeitet Ahrefs mit einem Pay-as-you-go-Modell. Überschreitest du Report-Credits, Exportzeilen, Crawl Credits oder API-Einheiten und hast die Option aktiviert, rechnet Ahrefs die Mehrnutzung automatisch ab. Gekaufte Zusatzkontingente verfallen nicht sofort: Sie gelten drei Abrechnungsmonate inklusive des laufenden, und die im Tarif enthaltenen Limits werden immer zuerst verbraucht. Wer im Jahresabo ist, kann diese Kontingente außerdem vergünstigt vorab kaufen.
API- und MCP-Zugang: in jedem Tarif enthalten
Die Ahrefs API kostet keinen Aufpreis, sie ist ab dem Lite-Tarif enthalten, genauso wie der MCP-Server, über den KI-Assistenten wie Claude oder ChatGPT direkt auf Ahrefs-Daten zugreifen. Separate API-Abonnements für 500, 2.000 oder 10.000 Dollar pro Monat, die ältere Ratgeber noch nennen, listet Ahrefs auf der Preisseite nicht mehr. Enterprise-Kunden bekommen den API-Zugriff ohne Obergrenze.
Mit dem Tarif ändert sich nur die Datenmenge je Abruf und das monatliche Kontingent für Integrationen über Ahrefs Connect. Die Tabelle zeigt, welche Grenze in welchem Tarif gilt.
| Tarif | Zeilen pro API-Anfrage | Ahrefs-Connect-Einheiten pro Monat |
|---|---|---|
| Ahrefs Lite | 100 Zeilen | 100.000 Einheiten |
| Ahrefs Standard | 250 Zeilen | 400.000 Einheiten |
| Ahrefs Advanced | 500 Zeilen | 1.000.000 Einheiten |
| Ahrefs Enterprise | unbegrenzt | 2.000.000 Einheiten |
Wer mehr API-Einheiten braucht, kauft sie wie Crawl Credits oder Exportzeilen per Pay-as-you-go nach. Ein eigener API-Vertrag ist dafür nicht nötig.
Für die Budgetplanung heißt das: Rechne mit dem Grundpreis, allen Zusatznutzern, den Add-ons und der Umsatzsteuer. Ein Standard-Tarif mit Content Kit und Report Builder kostet allein für diese beiden Erweiterungen 178 Euro zusätzlich pro Monat, bevor überhaupt ein zweiter Nutzer dazukommt.
Mehrwertsteuer, Rechnung und Kündigung bei Ahrefs
Die auf der Preisseite gelisteten Beträge enthalten keine Umsatzsteuer. Ahrefs stellt das im eigenen Hilfebereich klar und erhebt Steuer in allen EU-Ländern. Für dich in Deutschland bedeutet das: Auf 229 Euro Standard kommen 19 Prozent obendrauf, der Abbuchungsbetrag liegt also bei 272,51 Euro, sofern keine gültige Steuer-ID hinterlegt ist.
Mit gültiger Umsatzsteuer-Identifikationsnummer sieht die Rechnung anders aus. Das Feld für die Steuer-ID erscheint beim Bezahlvorgang. Wurde die Steuer bereits abgebucht, erstattet der Support sie auf Anfrage für Bestellungen der letzten 90 Tage, wenn du eine gültige Steuer-ID nachreichst. Ältere Rechnungen musst du über dein Finanzamt als Vorsteuer geltend machen. Für Selbstständige und Unternehmen lohnt es sich deshalb, die Steuer-ID direkt beim ersten Kauf zu hinterlegen.
Bei Vertragslaufzeit und Kündigung ist Ahrefs vergleichsweise entspannt. Es gibt weder Verträge noch Einrichtungsgebühren. Kündigen kannst du jederzeit in den Kontoeinstellungen, die Nutzung läuft dann bis zum Ende der bezahlten Periode weiter. Danach fällt dein Konto automatisch auf Ahrefs Free zurück, deine verifizierten Projekte bleiben also erhalten.
Ein Punkt, der oft übersehen wird: Rückerstattungen sind bei Ahrefs grundsätzlich nicht vorgesehen. Bei einem Monatsabo kannst du eine Erstattung anfragen, wenn du den Dienst nicht genutzt hast. Zeigt das Konto nennenswerte Aktivität, lehnt Ahrefs die Anfrage ab. Ein Jahresabo mitten in der Laufzeit zurückzugeben, funktioniert nicht.
Bezahlt wird mit Visa, Mastercard, American Express oder UnionPay. Enterprise-Kunden können auf Anfrage zusätzlich per Überweisung zahlen, was bei individuell verhandelten Verträgen üblich ist.
Gibt es einen Ahrefs Gutschein oder Rabattcode?
Ahrefs gewährt keine Rabatte auf seine Preise, weder dauerhaft noch als zeitlich begrenzte Aktion. Die Formulierung in der offiziellen FAQ ist unmissverständlich: Rabatte gibt es nicht. Wer nach einem Ahrefs Gutschein sucht, findet auf der Preisseite nichts, unabhängig von Tarif oder Abrechnungszeitraum. Codes, die auf Gutscheinportalen kursieren, führen in aller Regel ins Leere.
Als kostenlose Alternative nennt Ahrefs im selben Atemzug Ahrefs Free, den dauerhaft kostenlosen Zugang für verifizierte Website-Betreiber. Für die bezahlten Tarife zahlst du also immer den regulären Preis. Sparen lässt sich nur über die jährliche statt der monatlichen Abrechnung, und über eine hinterlegte Steuer-ID, die die Umsatzsteuer aus der Rechnung nimmt. Das sind die beiden einzigen offiziell bestätigten Hebel, die laufenden Kosten zu senken, ohne auf Funktionsumfang zu verzichten.
Ahrefs im Preisvergleich: Semrush, Sistrix und Ryte
Ahrefs liegt preislich fast exakt auf einer Linie mit Sistrix und etwas unter Semrush. Sistrix veröffentlicht seine Preise offen in Euro, Semrush rechnet auch auf der deutschen Website in US-Dollar ab, und Ryte nennt gar keine öffentlichen Preise mehr. Die folgende Tabelle stellt die Einstiegspakete gegenüber, jeweils zum Monatspreis bei monatlicher Zahlung.
| Tool | Einstiegspaket | Preis pro Monat | Stärke |
|---|---|---|---|
| Ahrefs | Lite | 119 Euro | Backlink-Index und Content-Recherche, starke internationale Datenbasis |
| Sistrix | Start | 119 Euro zzgl. MwSt. | Sichtbarkeitsindex für den deutschen Markt, monatlich kündbar |
| Semrush | SEO | 139 US-Dollar | breites Toolset, KI-Sichtbarkeit in allen Paketen enthalten |
| Ryte | Enterprise oder Partner | n/a, nur auf Anfrage | technisches SEO und User Experience für große Websites |
Bei Sistrix reicht die Staffel von 119 Euro für Start über 239 Euro für Plus und 419 Euro für Professional bis 799 Euro für Premium, jeweils zuzüglich Mehrwertsteuer und monatlich kündbar. Wichtig für die Kalkulation im Team: Sistrix nennt Nettopreise und packt in das Paket Plus für 239 Euro bereits drei Nutzer, jeder weitere kostet 24,90 Euro. Ahrefs Standard liegt mit 229 Euro darunter, enthält aber nur einen Nutzer und berechnet für jeden weiteren 56,10 Euro. Ab dem zweiten Kopf im Team dreht sich der Preisvorteil damit um. Der eigentliche Unterschied liegt aber in der Ausrichtung: Sistrix misst Sichtbarkeit im deutschen Google-Index feiner, was der Sichtbarkeitsindex abbildet, während Ahrefs den größeren Backlink-Index und die bessere internationale Abdeckung hat.
Semrush hat seine Tarifstruktur inzwischen umgebaut und trennt nicht mehr in Pro, Guru und Business. Die aktuellen Pakete heißen SEO für 139 Dollar, Starter für 199 Dollar, Pro+ für 299 Dollar und Advanced für 549 Dollar pro Monat, dazu kommt ein kostenloser Einstiegsplan. Bei jährlicher Zahlung sinken diese Beträge um bis zu 17 Prozent, beim kleinsten Paket SEO sind es knapp 16 Prozent. Wer Preise in Euro braucht, muss bei Semrush also selbst umrechnen und ein Wechselkursrisiko einplanen.
Ryte hat sich komplett aus dem öffentlichen Preiswettbewerb verabschiedet. Auf der deutschen Preisseite stehen nur noch die Pakete Enterprise und Partner, beide ohne Zahl und nur über eine Kontaktanfrage buchbar. Ein direkter Preisvergleich mit Ahrefs ist dort nicht möglich.
In der Praxis schließen sich die Tools nicht gegenseitig aus. Viele deutschsprachige Agenturen setzen Ahrefs für internationale Backlink-Recherche und technisches Crawling ein und ergänzen Sistrix für die tagesaktuelle Sichtbarkeit im deutschen Index. Reicht das Budget nur für ein Tool, entscheidet der Schwerpunkt: internationale Backlink-Daten sprechen für Ahrefs, feingranulare Sichtbarkeit im deutschen Markt für Sistrix. Einen breiteren Marktüberblick liefert unser Vergleich der SEO-Tools 2026.
Welcher Ahrefs-Plan passt zu dir?
Der passende Ahrefs-Tarif hängt von drei Dingen ab: wie viele fremde Websites du analysierst, wie viele Personen im Team mit dem Tool arbeiten und wie weit deine historischen Daten zurückreichen müssen. Einsteiger kommen meist mit Ahrefs Free oder Starter aus. Agenturen und größere Teams landen bei Standard, Advanced oder Enterprise.
| Zielgruppe | Empfohlener Tarif | Preis pro Monat | Begründung |
|---|---|---|---|
| Eigene Website, kein Budget | Ahrefs Free | 0 Euro | Site Explorer, Site Audit und Web Analytics für die eigene Domain, dauerhaft |
| Einsteiger, gelegentliche Recherche | Starter | 27 Euro | günstigster Zugang zu Keywords Explorer und Rank Tracker |
| Freelancer, 1 bis 5 Websites | Lite | 119 Euro | 750 getrackte Keywords und 100.000 Crawl Credits reichen im Solo-Betrieb |
| Kleine bis mittlere Agentur | Standard | 229 Euro | 20 Projekte und unbegrenzte Credits für mehrere Kunden parallel |
| Mittlere bis große Agentur | Advanced | 419 Euro | 50 Projekte, 5 Jahre Historie, Looker-Studio-Anbindung |
| Konzern, mehrere Abteilungen | Enterprise | 1.394 Euro | unbegrenzte Nutzerzahl, SSO und Audit-Log |
Klare Kaufempfehlung: Bist du unsicher, starte einen Tarif kleiner und upgrade bei Bedarf. Ein Upgrade wirkt sofort, ein Downgrade greift erst zur nächsten Abrechnungsperiode. Ein vorsichtiger Einstieg zahlt sich deshalb finanziell fast immer aus.
Als Faustregel gilt: Zähle zuerst, wie viele Nutzer und wie viele fremde Projekte du tatsächlich brauchst. Vergleiche das erst danach mit den Limits der Tarife. Viele Teams zahlen jahrelang für Kapazitäten, die sie nie ausschöpfen, weil sie beim ersten Vertragsabschluss vorsichtshalber zu groß eingestiegen sind. Ein realistischer Blick auf die eigene Projektanzahl spart auf Dauer mehr Geld als jede Rabattaktion, zumal es bei Ahrefs ohnehin keine gibt. Wie sich das Tool im Alltag schlägt, steht in unseren Ahrefs Erfahrungen.
Häufige Fragen zu Ahrefs Preisen (FAQ)
Wie viel kostet Ahrefs pro Monat?
Ahrefs kostet zwischen 27 Euro pro Monat für Starter und 1.394 Euro pro Monat für Enterprise. Die drei Hauptpläne liegen bei 119, 229 und 419 Euro pro Monat, bei jährlicher Vorauszahlung bei 99, 191 und 349 Euro.
Rechnet Ahrefs in Euro oder in US-Dollar ab?
Für Kunden in Deutschland rechnet Ahrefs in Euro ab und zeigt auch die Preisseite in Euro an. Die Dollarbeträge von 129, 249 und 449 gelten für Märkte, in denen Ahrefs in US-Dollar abrechnet.
Gibt es eine kostenlose Ahrefs Testversion?
Eine klassische Testversion der bezahlten Tarife gibt es nicht. Kostenlos nutzbar ist Ahrefs Free, der frühere Ahrefs-Webmaster-Tools-Zugang, mit sechs Tools und reduzierten Limits für die eigene, verifizierte Website.
Kommt auf die Ahrefs Preise noch Mehrwertsteuer dazu?
Auf die gelisteten Preise kommt die Umsatzsteuer noch obendrauf, denn Ahrefs weist Nettobeträge aus und erhebt Steuer in allen EU-Ländern. Mit hinterlegter Umsatzsteuer-Identifikationsnummer entfällt sie, und bereits gezahlte Steuer erstattet der Support für Bestellungen der letzten 90 Tage.
Kann ich meinen Ahrefs Tarif wechseln?
Den Ahrefs Tarif kannst du selbst in den Kontoeinstellungen ändern, und zwar in beide Richtungen ohne Kündigungsfrist. Für ein Upgrade steht die größere Stufe sofort bereit, ein Downgrade dagegen wird erst mit der nächsten Rechnung wirksam. Nur eine Ausnahme gibt es: Von Lite oder höher zurück auf Starter geht es nicht, und den Umstieg auf die jährliche Zahlweise nimmt ausschließlich der Ahrefs Support vor.
Kostet die Ahrefs API extra?
Die Ahrefs API kostet keinen Aufpreis, sie ist ab dem Lite-Tarif zusammen mit dem MCP-Server enthalten. Unterschiede gibt es nur bei den Zeilen pro Anfrage, von 100 bei Lite bis unbegrenzt bei Enterprise.
Bietet Ahrefs Rabattcodes oder Gutscheine an?
Rabattcodes und Gutscheine gibt es bei Ahrefs nicht, auch keine zeitlich begrenzten Aktionen. Die einzigen legitimen Sparhebel sind die jährliche Vorauszahlung und eine hinterlegte Steuer-ID.